Um 6 Uhr in der Früh steigen wir im noch unter der Wolkendecke schlafenden Shanghai nach einem Direktflug von Wien aus dem Flieger. Über den Wolken begrüßte uns ein wunderschöner Sonnenaufgang. Der Flug war zwar recht gemütlich, aber für uns war es die falsche Uhrzeit, um gut schlafen zu können. Also starten wir ziemlich müde in den ersten Tag in Shanghai.
Technische Grundausstattung für China
In China erwarten uns zuerst ein paar technische Herausforderungen, wie App-Zahlungsdienste oder eSIM-Karten, die man leider vorab nicht testen kann. Unsere vorinstallierten Reise-eSIMS funktionierten glücklicherweise schon kurz nachdem wir angekommen waren. Das ist wichtig, weil wir damit nicht nur das Internet in China, sondern auch „westliche“ Apps wie WhatsApp, Google und etliche Websites, die wir brauchen, nutzen können, die sonst durch die chinesische Firewall gesperrt sind.
Leider gab meine eSIM bereits nach 2 Stunden ihre Funktion auf und so musste ich von einem anderen Anbieter eine neue zusätzlich kaufen. Ohne Internet könnten wir nämlich nicht Alipay oder WeChat nutzen, mit dem man hier überall zahlt und sogar Tickets für die öffentlichen Verkehrsmittel kauft. Anfangs mussten wir dann noch herausfinden, wie das genau funktioniert. Doch bereits ein paar Stunden später konnten wir die Zahlungs-Apps benutzen, als hätten wir nie anders bezahlt.
Vom Flughafen zum People‘s Place
Für die erste Teilstrecke vom Flughafen in die Stadt fuhren wir mit dem Maglev. Das ist eine Magnetschwebebahn, die mit rund 300 km/h dahinrauscht. Dementsprechend kurz dauerte die Fahrt, nämlich nur 8 Minuten für 30 Kilometer. Für den zweiten Teil der Strecke stiegen wir in die U-Bahn Linie 2 um. Ein paar Stationen später landeten wir am People‘s Place, und somit direkt vor dem Hotel Radisson Blu.
Nach einer ausgedehnten Kaffeepause in der Hotelbar konnten wir bereits um 11.30 Uhr statt 15 Uhr einchecken. So konnten wir noch einen kurzen Powernap, also ein 30-Minuten-Nickerchen einlegen, bevor wir zu Fuß auf die East Nanjing Road losstarteten, um wieder etwas munterer zu werden und bald in die neue Zeitzone eintauchen zu können.
Auf der East Nanjing Road zum Huangpu spazieren
Diese Fußgängerzone ist eine sehr bunte Einkaufsstraße mit unzähligen Geschäften, Kaufhäusern von einheimischen und internationalen Ketten, die Spiel, Spaß, Unterhaltung und Glücksspiel anbieten. Interessant ist, dass an den Straßenkreuzungen weder Autos noch Mopeds Lärm machen, weil fast alle Elektrofahrzeuge sind. Laut wird es nur durchs Hupen oder dem aufgeregten Pfeifen der Verkehrspolizisten. Im Übrigen stehen hier überall Polizisten und Polizeihütten herum. Sicher ist sicher!
Am Bund mit Ausblick aufs Finanzviertel
Schließlich landeten wir am Bund der Waitan auf chinesisch heißt. Das ist die berühmte etwa 2 Kilometer lange Uferpromenade am westlichen Ufer des Huangpu-Flusses. Von hier hat man den perfekten Ausblick auf die gegenüberliegende Flußseite und damit auf die moderne Wolkenkratzer-Skyline des Finanzdistrikts Pudong bzw. Lujiazui. Leider war es ein bisschen diesig doch das Wahrzeichen von Shanghai, den Oriental Pearl Tower, haben wir schon mal gesehen.
Da eine Menge Leute am Bund waren und wir etwas müde und hungrig, machten wir uns bald wieder auf den Rückweg. Mit einem Zwischenstopp zum Abendessen in einem kleinen Lokal wo wir köstliche Nudeln mit Fisch und Xiaolongbao, also Suppen-Teigtaschen, aßen.
Ein Gedanke zu „Zum Sonnenaufgang in Shanghai“
eine andere Welt, ich glaub ich wär überfordert, danke für deinen tollen Bericht und Fotos