Rund um unser Hotel ist alles vom Hochnebel umgeben, es sieht sehr winterlich aus und zwischendurch schneit es sogar ein paar nasse Flocken. Also das richtige Wetter für eine Hundeschlittenfahrt.
Farm mit 160 Huskys
Mit dem Bus wurden wir zur Farm von Polar Light Tours gebracht, wo 160 Huskys leben. Die Mitarbeiterin Husky-Hanna begrüßte uns herzlich und erzählte ganz entspannt und sehr unterhaltsam über die Tiere, die auf dieser weitläufigen Farm leben, die als Familienbetrieb geführt wird.
Die inneren Werte zählen
Die lebhaften Alaska Huskys sind Mischlingshunde, die nicht wie der klassische Sibirische Husky aussehen, sondern alle möglichen Fellfarben, manchmal verschiedene Augenfarben und teilweise hängende Ohren haben. Weil sie Mischlinge sind, sind sie sehr robust und widerstandsfähig. Bei diesen Tieren geht es eben nicht um Optik, sondern um Gesundheit.
Arbeit Schlittenziehen
Im Übrigen hat im Winter jeder Husky eine 5-Tage-Arbeitswoche, im Sommer gibt es natürlich auch regelmäßiges Training zum Muskelaufbau. Im Durchschnitt laufen diese Hunde rund 12-15 km/h, was Michael durch die Messung mit seiner Fitnessuhr bestätigen konnte.
Einfache Vorbereitung
Bevor die Fahrt mit den Huskys los ging, sammelten wir uns vor einem Holzschlitten auf einem kleinen Podest und Hanna zeigte uns, wie man sich hineinsetzt und aufsteht, ohne auszurutschen, wie man hinten steht und bremst und was es zu beachten gibt, wenn sich die Hunde verheddern oder der Fahrer plötzlich weg ist.
Dann ging es zu den Hundegespannen, wobei wir die Huskys schon von weitem bellen hörten. Als wir näherkamen, sahen wir einige auch wild herumspringen. Das ist die Vorfreude, weil diese Tiere unbedingt laufen wollen.
Schöne und gemütliche Schlittenfahrt
Heute übernahm ich das Steuern des Gefährts und Andreas saß gemütlich im Schlitten und übernahm das Filmen mit der GoPro. Im Gegensatz zum Motorschlitten ist so ein Hundeschlitten wirklich ganz simpel zu bedienen. Als Fahrer steht man hinten auf den Kufen und muss vor allem im Blick haben, wann man bremsen muss. Die Bremse ist eine Metallschiene mit Metallspitzen nach unten, die man mit den Fuß in den Schnee drückt. Mir hat das richtig Spaß gemacht.
Wir haben die sechs Kilometer lange Strecke sehr genossen, weil wir in einer angenehmen Geschwindigkeit durch die schön verschneite Winterlandschaft gezogen wurden. Ein bisschen schneller hätte es für unseren Geschmack auch schon sein dürfen. Doch insgesamt war es wirklich eine gute Fahrt.
Einmal haben sich unsere Hunde verheddert und die Betreuerin, die mit dem Schneemobil vorne weg fuhr, hat die 4 Huskys und die Leinen wieder sortiert, damit wir wieder weiterfahren konnten.
Wenn wir wieder einmal Husky-Schlitten fahren gehen, schauen wir nach einer längeren Runde, um es noch mehr genießen zu können.
Husky Welpen
Nach der Fahrt besuchten wir noch drei zwei Monate alte Welpen, die süß herumhüpften und bekamen weitere Infos. Zum Beispiel, wie Geschwisterhunde auseinandergehalten werden, dass es am Gelände eine Krankenstation gibt, wo auch die Babyhunde bis vor einer Woche groß geworden sind und wie das Training der Hunde Schritt für Schritt aufgebaut ist, bevor sie im Lebensalter zwischen 4 und 11 Jahren Schlitten ziehen können. Danach gehen sie in Pension.
Zum Abschluss gab es in einer Hütte mit Feuer in der Mitte einen Beerensaft bevor wir mit vielen schönen Eindrücken wieder zurück nach Levi gebracht wurden.