Motorschlitten-Fahrt im Schnelldurchgang

Passend zum trüben Wetter und zur vergangenen kurzen Nacht haben wir lange ausgeschlafen. Somit sollten wir genug Energie für die Schlittenfahrt mit ordentlich PS haben.

Angstmache zum Einstieg

Bevor wir Schuhe, Overall, Helm und Fäustlinge ausfassten, begrüßte uns der wenig charmante Betreiber vom Motorschlittenverleih gleich damit, dass bei einem Unfall mit dem Gefährt der Selbstbehalt 1.500 EUR beträgt. Auf meine Frage, ob er uns Angst machen wolle, meinte er, hinterm Haus liegen zwei Wracks von gestern. Obwohl ich normalerweise nicht leicht zu ängstigen bin, machte mir das ein sehr unangenehmes Gefühl.

Noch mehr Gefahrenhinweise

Bei der Einweisung, wie das Gerät funktioniert, ging es in der gleichen Tonart weiter und wir bekamen noch sehr viele Hinweise, was alles gefährlich ist. Da verließ mich der Mut und obwohl ich wirklich gerne gefahren wäre, habe ich mich nun gar nicht mehr getraut und somit Andreas das Steuer überlassen. Der hatte sich eigentlich auf eine gemütliche Fahrt am Rücksitz gefreut, aber ich hatte nach der Einweisung nur mehr Horrorszenarien vor Augen, wo man überall an- und hineinfahren kann. 

Holprige Fahrt durch den Schnee

Die Fahrt selbst war für mich auch nicht sehr prickelnd. Es rumpelte so sehr, dass ich Angst hatte, das Gerät könnte jederzeit umfallen. Andreas hat sich zum Glück nicht hetzen lassen und da wir der letzte Motorschlitten in der Reihe waren, haben wir auch niemanden aufgehalten.

Kurze Pause

Bei einer Hütte angekommen machten wir halt. Da war mir allerdings schon klar, dass ich auch keine Lust hatte, bei der Rückfahrt das Steuer zu übernehmen. Nach einem heißen Getränk und einer Toilettenmöglichkeit ging es bald wieder los und der Konvoi machte sich auf den Rückweg.

Ruhigere Rückfahrt

Da nun doch einige den Fahrer zur Fahrerin gewechselt hatten, ging es ein bisschen langsamer und weniger wild retour. Andreas hatte nun auch schon etwas Übung und meisterte den Rückweg viel entspannter. So konnte ich endlich die GoPro starten und wenigstens ein paar kurze Videos drehen. 

Im Vorjahr hatten Marion und Michael bei dieser Aktivität zwei Pausen und Zeit für Fotos, die ich gesehen habe und die eine schöne Ausfahrt zeigen. Deshalb hatte ich das für uns auch so ähnlich und so schöne und entspannt erwartet. Aber leider war jetzt alles ziemlich gehetzt.

Herausforderung Motorschlitten-Lenker

Andreas zog das Resümee, dass das Fahren am Schneemobil sowohl körperlich als auch von der Konzentration her sehr anstrengend ist. Auch wenn man glaubt, es wäre wie Motorrad fahren im Schnee, ist es ist damit überhaupt nicht vergleichbar. Auch Andreas hätte das alles besser genießen können, wenn der gesamte Ausflug nicht nur auf schnell dahinbrausen ausgerichtet gewesen wäre.

Ich bin jedenfalls sehr froh, dass Andreas beide Strecken gefahren ist. 

Selbstfahren verschoben

Trotzdem würde ich gerne bei anderer Gelegenheit in entspannterer Atmosphäre mit weniger Druck und Angstmache einmal das Fahren mit einem Schneemobil, zumindest für eine kurze Strecke, gerne ausprobieren.

766 Stufen zum Hotel

Nach einem entspannten Zwischenstopp im Coffee House Levi gab es diesmal zum Abendessen Rentierfleisch nur auf der Pizza und in den Spaghetti Bolognese. Da es im Ristorante Renna so riesengroße Portionen gab, dass wir uns ziemlich voll fühlen, sind Andreas, Michael und ich diesmal den Heimweg den Berg hinauf zum Hotel nicht mit der Gondel gefahren, sondern über die 766 Stufen zu Fuß hinaufgegangen. Auch ein bisschen anstrengend, doch in unserem eigenen Tempo gut zu bewältigen und es gab eine tolle Abendstimmung mit ganz, ganz feinen Schneeflöckchen, glitzerndem Schnee und flutlichtbeleuchtetem Nebel.

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2 Gedanken zu „Motorschlitten-Fahrt im Schnelldurchgang

  1. Da machst Du ja wieder eine tolle Reise. In Finnland waren wir auch schon mal, ist schon ein einige Jahre her, aber es war sehr schön und die Menschen sind unheimlich nett, hilfsbereit und sehr freundlich. Wir hatten eine schöne Zeit hier verbracht.
    Liebe Grüße Onkel Karli und Charlotte

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