Zwischen den Unternehmungen braucht es auch ein bisschen Entspannung und Erholung und deshalb machten Andreas und ich einfach einen faulen Vormittag. Dafür gab es nachmittags eine sportliche Betätigung, nämlich eine Schneeschuhwanderung.
Ausstattung mit Scheeschuhen
Treffpunkt war ein Sportgeschäft in Levi, wo wir mit den passenden Schneeschuhen und Stöcken in der richtigen Länge ausgestattet wurden. Wir lernten schon mal im Trockenen, wie die Schneeschuhe korrekt angeschnallt werden.
Gemeinsam mit unseren Guides Nadine und Ralf marschierten wir danach zum Wald wo wir unsere Ausrüstung für die Aktivität anlegten. Dabei halfen uns zum Glück die Beiden, damit die Schneeschuhe so richtig fest an unseren Schuhen festgeschnallt waren. Und schon stapfte die 12-köpfige Gruppe los.
Schnaufen
Für mich waren bereits die ersten Meter ziemlich anstrengend. Weniger die Bewegung mit den Schneeschuhen auf dem tiefen Schnee, sondern viel mehr das Bergaufgehen. Ich hatte das Gefühl, dass ich die geplanten zwei Stunden nie durchhalten würde. Doch das Gelände änderte sich auch wieder und es wechselte auch auf etwas flacher und ein bisschen bergab. Außerdem legten wir immer wieder kurze Pausen ein. So konnte ich wieder Kraft für die nächste Etappe sammeln.
Gruppensplit
Irgendwann wurde die Gruppe geteilt. Diejenigen, die zu viel überschüssige Kräfte hatten – wie beispielsweise Michael und noch zwei andere Mitstreiter – marschierten den Berg hinauf, um anschließend den Hang mit pulvrigen Tiefschnee herunterzupurzeln. Die Mehrheit der Gruppe setze den Weg in ebeneren Gelände fort. Ich war etwas erleichtert, dass ich nicht die Einzige war, die angestrengt war. Schlussendlich erreichten wir einem See, wo wir uns alle gemeinsam wieder trafen.
Zugefrorene schneebedeckte Seen
Wie auch die anderen zahlreichen See, war dieser dick zugefroren und mit einer Schneedecke überzogen. Wenn man nicht weiß, dass man gerade auf einem Gewässer steht, könnte man meinen, es wäre eine große Waldlichtung oder Wiese drunter. Für mich ist das sehr beeindruckend.
Gebogener Baum fürs Glück
Bevor wir die Runde beendeten, erfuhren wir, dass es Glück bringt, wenn man unter einem gebogenen Baum – der hier durch die Last von viel Schnee auf eine Seite heruntergebogen wird – durchgeht. Natürlich hatte das Team einen passenden Baum für uns ausgesucht, wo wir nicht nur hindurchgehen konnten, sondern uns auch noch fotografieren lassen konnten. Entweder als Beweis für das anstehende Glück oder als schöne Erinnerung.
Am Ende waren wir froh, dass wir es geschafft hatten. Schlussendlich war es sehr anstrengend, aber es war auch wirklich schön zwischen den Bäumen durch den Wald und teilweise unberührten Schnee marschiert zu sein.
Als Belohnung für die Anstrengung genossen wir schon wieder ein köstliches medium gebratenes Rentier-Steak in Stefan’s Steakhouse bevor wir satt und müde zum Hotel zurückkehrten.