TeamLab ist ein interaktives Kunstmuseum in Tokyo. Konkret bedeutet das, man geht durch beeindruckende Räume voller Lichter, Spiegel, Farben und digitaler Projektionen während sich alles bewegt und verändert. Eigentlich soll man seine Tickets schon Wochen im Voraus buchen. Das tun wir natürlich nicht, weil wir uns nicht so lange vorher festlegen wollen.
TeamLab Tickets ganz kurzfristig gekauft
Also kaufen wir heute vormittags zwei Tickets online für 12 Uhr Mittag. Und wir fahren auch nur drei Bahn-Stationen bis Azabudai Hills, ein neues, elegantes Viertel, das es bei unserer Reise vor 11 Jahren noch gar nicht gab.
Als wir am Eingang zur Ausstellung teamLab Borderless stehen kommen Besucher heraus, die alle ganz ernst schauen. Nach dem, was wir bisher gehört haben, sollte die Ausstellung beeindruckend sein. Doch die Besucher vermitteln gerade nicht den Eindruck. Also sind wir schon sehr neugierig, ob uns das gefallen wird und lassen uns einfach überraschen.
Faszinierende digitale Kunst
Und die Überraschung ist auf jeden Fall eine tolle. Wir sind von den faszinierenden Lichtinstallationen, digitalen Kunstwerken und interaktiven Räumen, die nahtlos ineinander übergehen wirklich sehr beeindruckt.
Alles Licht bewegt sich
Verschiedenste Muster oder Objekte wie Blumen, Schmetterlinge, Tiere, Meereswellen bewegen sich auf Bildschirmen, an der Wand und am Boden. Ganz oft wird das noch vom Boden, der Wand oder der Decke gespiegelt und dann weiß man gar nicht, wo der Raum beginnt und aufhört. Teilweise gibt es auch Objekte, durch die man sich hindurchbewegt und die sich dazu auch selbst bewegen und dabei verändert sich das Licht laufend. Im Hintergrund gibt es dazu immer auch eine akustische Untermalung, die natürlich auch die passende Stimmung auslöst.
Versteckte Räume
Da es keine fest vorgeschriebene Route durch die Räume gibt und auch jeder Raum zu jedem Zeitpunkt durch die ständig bewegten Lichtinstallationen immer anders aussieht, weiß man gar nicht so genau, wo man schon war und wo nicht und wo man gerade ist.
Immer wieder gibt es an den Wänden offene Stellen, die nicht immer ganz leicht zu erkennen sind und meist mit schwarzen Vorhängen abgetrennt sind, wo man in kleinere Räume mit anderen Kunstinstallationen kommt. Für uns ist es wirklich ein Abenteuer, weil wir gar keine konkreten Erwartungen oder Vorstellungen hatten und immer wieder überrascht sind, dass wir jetzt doch noch einen neuen Raum entdeckt haben.
Erleben statt bildlich dokumentieren
Da es grundsätzlich recht dunkel in den Räumen ist, damit die bewegten Lichter zur Geltung kommen, kann man auch kaum fotografieren oder filmen. Wir versuchen es, doch das Erlebnis selbst, kann man einfach nie mit Bildern einfangen.
Voll begeistert
Wir sind jedenfalls begeistert und würden wieder eine TeamLab-Ausstellung besuchen. Gegründet wurde TeamLab durch ein Künstlerkollektiv hier in Tokyo im Jahr 2001. So hat es natürlich auch seinen Reiz, die Ausstellung am Entstehungsort zu besuchen. Inzwischen gibt es auch andere Ausstellungsorte. Und vielleicht sehen wir uns das irgendwann noch einmal an einem anderen Ort an.