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14. Advent – Elefanten für die Krippe

Jänner 2009. Chiang Mai. Eine ganz besondere Stadt in Nordthailand, die auch Rose des Nordens genannt wird. Ich liebe diese Stadt. Sie ist voller Tempel, versprüht eine tolle Atmosphäre und man kann sich dort einfach wohl fühlen. Was mich mit Chiang Mai sehr verbindet, ist ein Erlebnis, das für mich zu den ganz besonderen zählt: Ein Tag im Elefantencamp Baan Chang.

Der Grund, warum es dieses und andere Camps gibt, ist ein trauriger. Früher wurden Elefanten zum Arbeiten gebraucht und hatten damit genug körperliche Betätigung, die sie zum Überleben brauchen. Es waren Arbeiten, für die man viel Kraft braucht. Zum Beispiel Baumstämme transportieren oder andere Arbeiten in den Tropenwäldern. Heute machen Maschinen die Arbeit und somit die Tiere überflüssig. Leider gibt es auch immer weniger Wälder, weil diese für die Palmölproduktion abgefackelt werden. Aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zum Tag im Elefantencamp. Dort leben die Elefantenhüter mit den Tieren. Jeder Mahout besitzt ein Tier und sorgt für dieses bis zum Lebensende. Wenn man als Tourist dort zu Besuch ist, erzählen sie ganz viel über ihre Tiere. Wie sie leben, was ihre Bedürfnisse sind, warum sie gefährdet sind. Und dann lernen sie – auch uns natürlich – welche Befehle man geben muss, um auf den Elefanten zu reiten. Unser Ausritt endete dann im Fluss. Dort schrubbten wir die Dickhäuter zum Abschluss noch ab.

Das alles dient dazu, dass die Versorgung der Elefanten finanziert werden kann und die Tiere die Bewegung bekommen, die sie unbedingt brauchen. Immer wieder denke ich gerne an diesen Tag zurück. Und hoffe, dass diese Tiere immer genug „Arbeit“ haben.

Ich hätte noch einen Tipp, falls das mit den Touristen irgendwann nicht mehr klappt. Die arbeitslosen Elefanten könnten sich zur Weihnachtszeit als lebende Krippenfiguren zur Verfügung stellen. Denn wie man weiß, kamen die drei Weisen aus dem Morgenland auf Pferd, Kamel und Elefant angeritten.

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