BaganMyanmar

Auf die Bulethee klettern

4.30 Uhr. Weckerläuten in Bagan. Ganz schön hart so zeitig aufzustehen. Aber wir haben das in Kauf genommen, weil wir zum Sonnenaufgang eine Ballonfahrt machen wollten. Leider war die Mühe umsonst. Das Wetter spielte nicht mit und so erhielten wir um 5 Uhr die Absage.
 

Sonnenaufgang auf einer Stupa

Da wir zwar nicht munter, aber schon auf waren, haben wir uns gleich zwei E-Roller ausgeborgt und sind zur nächsten Pagode gefahren, die uns der Rezeptionist empfohlen hat. Es war noch stockdunkel. Keine Straßenbeleuchtung auf einer langen geraden Straße mit zwei baulich getrennten Fahrbahnen und immer wieder Sanddünen am Straßenrand. Dann hat es auch leicht zu nieseln begonnen. Aber nach guten 10 Minuten hatten wir die eine, der rund 2.000 oder 3.000 Tempel und Pagoden, die es hier in Bagan auf weitläufigen 36 km2 gibt, gefunden. Natürlich waren schon andere Touristen da und warteten auf den Sonnenaufgang. Also hüpften wir aus unseren Schuhen, kletterten die Bulethee Stupa rauf und schossen im leichten Nieselregen ein paar Fotos. Also berauschend war der Sonnenaufgang nicht, aber auf jeden Fall ein Erlebnis und unsere erste Stupa-Besteigung in Bagan.
 
Nachdem wir tagsüber im Pagodenfeld unterwegs waren, hatten wir abends schon den Durchblick, wie man herausfindet, bei welcher Pagode man ist. Zumindest dann, wenn sie Englisch beschriftet sind. Da es so viele gibt, sind natürlich nicht alle beschriftet und etliche haben nur Hinweisschilder in der hübschen Schlauferlschrift.
 

Sonnenuntergang auf der Bulethee Stupa

So haben wir schlussendlich herausgefunden, dass wir in der Früh auf der Nachbarstupa der Bulethee waren. Darum haben wir uns den Sonnenuntergang, der schon um 17.45 Uhr von statten geht, dann auf der echten Bulethee Stupa angesehen. Es gab zwar auch Wolken, insgesamt war der Sonnenuntergang aber wesentlich besser als der Sonnenaufgang. 
 
Natürlich waren auch beim Sonnenuntergang auch viele andere Touristen auf der Pagode. Mit uns kam sogar ein ganzer Autobus an. Doch kann ich die Aufregung nicht ganz verstehen. Denn egal ob ich alleine auf dem Bauwerk sitze oder mit hundert anderen Leuten, ich sehe ja hinaus ins Pagodenfeld. Ich weiß nur, jeder hatte ein gutes Plätzchen und man muss nicht immer auf der Spitze der Pagode sitzen, um einen guten Ausblick zu haben oder schöne Bilder bzw. Videos machen zu können. Für mich hatte es sogar eine besonders gute Athmosphäre, gemeinsam mit Gleichgesinnten besondere Momente zu erleben und zu genießen.
Share this:

5 Gedanken zu „Auf die Bulethee klettern

  1. Liebe Susanne,
    vielen Dank für Deine interessante Reisedokumentation mit den wunderschönen Fotos. Es ist eine grosse Freude mit Dir und Andreas mitzureisen.
    Wir freuen uns auf deine weiteren spannenden Berichte.
    Liebe Grüsse von uns allen,
    Otto und Edith

    1. Herzlichen Dank für das große Lob. Wir kämpfen zur Zeit leider sehr mit dem Internet. Aber sobald es wieder verfügbar ist, kommen noch viel, viel mehr Fotos und Berichte.
      Liebe Grüße nach Wien aus Bagan
      Sue

    2. Liebe Edith! Lieber Otto!
      Einen ausfürlichen Reisebericht ist bereits versprochen. Das wird wieder ein langer Nachmittag und Abend 🙂
      Liebe Grüße, Andreas

  2. Sonnenuntergänge sind eigentlich immer besser als Sonnenaufgänge. Denn für einen Sonnenuntergang muss man nicht um 5 Uhr aus dem Bett und in der Finsternis, schlaftrunken irgendwohin wackeln.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.