BhutanPunakha

Augen-Stupa am Weg in den Westen

 
Nach dem ungeplanten und sehr spannenden Besuch in der Tshangkha Central School ging es nach Punakha, und damit nach Westbhutan weiter. 
 

Stupas sind Chorten

Auf dem Weg von Zentral- nach Westbhutan kamen wir an einer Stupa mit Augen vorbei. Wobei die Stupas in Bhutan eigentlich Chorten heißen. Die hübsche Chendenji liegt direkt an der Hauptstraße und wurde an diesem sonnigen Sonntag auch von vielen Bhutanern besucht. Für die Umrundung dieses Chorten muss man das Fahrzeug verlassen und den Abhang hinunter zum Bauwerk gehen. Sehr oft stehen Chorten mitten auf der Straße, wobei sich die Straße dann immer teilt, damit man immer links vorbei fahren kann. Auch wenn man zu Fuß ist, geht man links vorbei. Noch besser ist es, wenn man das Bauwerk im Uhrzeigersinn mindestens drei Mal oder auch beliebig öfter umrundet. Das bringt Glück und fördert gutes Karma.
 

Touristenlokal

Anschließend gab es Mittagessen in einem Restaurant, dass ganz klar als Touristenlokal erkennbar war. Ein großer Saal, viele Tische, alles praktisch für einen vollen Betrieb mit vielen Leuten ausgerichtet. Die Speisen war ok, aber im Gegensatz zu den bisherigen Verköstigungen nicht so gut. Auch dass die Kellnerin eine Kikkoman-Schürze trug, ließ mich nichts Gutes ahnen. Da das Essen hier wahrscheinlich noch mehr auf den Gaumen von Touristen abgestimmt ist, als in den vorherigen Lokalen, haben unser Guide und Fahrer wieder einmal nicht mit uns gemeinsam gegessen. Sie gehen oft direkt in die Küche, um etwas richtig Scharfes zu essen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie abgesehen von scharf doch ganz andere Gerichte essen.
 

Bhutanisches Essen

Das Essen in Bhutan hat mir bisher sehr gut geschmeckt. Andreas ist nicht so glücklich damit, weil es für seinen Geschmack viel zu viel Gemüse gibt und viel zu scharf ist. Mir gefällt das beides sehr gut. Wobei Einheimische vor allem sehr viel Roten Reis, sehr viel Chilli, ein wenig Gemüse und nur ganz selten Fleisch essen. 
 
Zum Thema Fleisch haben wir erfahren, dass der Großteil des Fleisches nach Bhutan importiert wird, weil man als Buddhist keine Tiere töten darf. Es gibt zwar rund 20 bis 30 Schlächter in ganz Bhutan. Die sind aber alle wenig angesehen und meist geflüchtete Tibeter, die sonst keinen anderen Job finden. 
 
Nach der Überquerung des auf 3.300 Höhenmeter gelegenen Kele Passes waren wir endgültig in Westbhutan angekommen und damit im touristischten Teil von Bhutan.
 

Zwei Windränder in Wangdue

Immer wenn wir mit unserem Bus unterwegs sind, erzählt uns unser Guide etwas zu der Gegend. Sei es über Pflanzen, Geschichten zu den Dörfern, die wir passieren oder welche Bauwerke wir sehen. Diesmal war es der erste Dzong von Bhutan, der aber abgebrannt ist und nur noch als Ruine zu sehen war. Gleich danach kündigte er uns Windräder an. Da es in der Gegend von Wangdue sehr windig ist, macht das natürlich hier Sinn. Vor allem für ein Land, dem Nachhaltigkeit und Ökologie sehr wichtig sind. Also erwarteten wir einen kleinen Windpark, so wie wir das in unserer Umgebung beispielsweise vom Marchfeld kennen. Was wir gesehen haben, waren dann genau zwei Windränder. Sehr süß. Aber jedenfalls ein guter Anfang.
 

Hotel mit Aussicht

Bald danach trafen wir in Punakha ein und standen vor dem schönsten Dzong Bhutans, der malerisch vor uns am Zusammenfluss vom weiblichen und männlichen Fluss liegt. Seine Besichtigung ist aber erst für den nächsten Tag geplant. Erschreckt hat mich allerdings der große Parkplatz vor dem Dzong, der erahnen ließ, wie viele Touristen dieses Bauwerk besuchen. Also sind wir zum Hotel Zhingkham Resort weiter gefahren, dass weit oben am Berg liegt. Sogar von unseren Zimmern haben wir die perfekte Aussicht auf diesen wunderschönen Dzong. 
 
Das Hotel unterscheidet sich schon sehr deutlich von unseren bisherigen Unterkünften. Es ist schon ein richtiges Hotel, viel größer, viele andere Touristen. Ein großer Speisesaal und wie schon zu Mittag ein Buffet. Auch wenn das Zhingkham Resort sehr schön ist, haben mir persönlich die kleinen feineren Unterkünfte in Ost- und Zentralbhutan besser gefallen.
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2 Gedanken zu „Augen-Stupa am Weg in den Westen

  1. Seeehr hübsche Stupa (Chorta, was auch immer…) Das Hotel schaut auch toll aus, aber wirklich schon mehr auf Touristen ausgerichtet. Na ja, die Zivilisation hat euch schon fast wieder ;))
    Liebe Grüße Doris

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