Grand TerreNeukaledonien

Das letzte Neukaledonien-Abenteuer: Platter Reifen

Eigentlich sind in den letzten fünf Wochen hier in Neukaledonien schon so viele ungeplante und nicht angenehme Dinge passiert. Deshalb dachte ich, jetzt kann gar nichts mehr passieren. Frei nach dem Motto, alle guten Dinge sind drei. Aber das Schicksal wollte es offenbar so, dass ich auch noch die letzten beiden Tage beabenteuert werde.

Keine Luft

Bereits bei unserer Ankunft in Poindimie bemerkten wir, dass der linke hintere Reifen am Auto viel zu wenig Luft hat. Obwohl  wir vor der Abreise in Noumea extra bei der Tankstelle waren, um den Reifendruck zu kontrollieren. Natürlich ist am Samstag um 17 Uhr keine einzige der zwei Tankstellen mehr offen.

 

Sonntag in der Früh stand der Hotelmanager vor unserer Tür um uns zu erzählen, dass der Reifen jetzt ganz platt ist  und mit der Empfehlung das Reserverad anzulegen. Anissa hatte natürlich keine Ahnung, ob sie überhaupt einen Reservereifen hat. Zum Glück hat sie einen. Wer mich kennt, weiß, dass ich ziemlich gut Reifen wechseln kann. Schließlich mache ich zwei Mal im Jahr und habe schon so einige Leihautofahrten in Urlauben mit meinen Reifenwechselkünsten gerettet. Trotzdem habe ich dem Hotelmanager den Vortritt gelassen.

Werkstätte gesucht

Jetzt konnten wir zu den Tankstellen fahren. Aber wie zu erwarten, kann man am Sonntag Vormittag nur tanken, aber es ist niemand von der Werkstatt da. Nach ein paar Augenaufschlägen und einem Lächeln war dann einer der Tankstellenmitarbeiter so lieb und hat uns den Reifen in seiner Mittagspause geflickt. Er wollte nicht einmal das Trinkgeld, das wir im gaben, annehmen. Ein wirklich feiner Kerl. Und in diesen Fällen sind wir schon sehr froh, arme, hilflose Mädels zu sein, bei denen sich Männer noch als Männer und gebraucht fühlen und beweisen können.

Bougna essen & Cocktail

Bis der Reifen geflickt war, gingen wir noch zu dem vom Hotelmanager organisierten Bougna essen. Leider war das eine Touristenveranstaltung, die mehr einer Kaffeefahrt ähnelte. Wir waren nicht einmal in einem Tribe und ein Typ zeigte uns einen Film, wie toll der Igname produziert. Die Bougna selbst war optisch zwar sehr dekorativ, aber geschmacklich überhaupt kein Highlight. Also sind wir nach dem Essen wieder gefahren und zu einem Fluss weiter, der sehr idyllische Plätze hat und sehr erfrischend zum Baden ist.

 

Einen Abschlussspaziergang gab es dann noch am Strand und einen Abschlusscocktail am letzten gemeinsamen Abend mit ein bisschen wehmütiger Stimmung.

Wieder ist der Reifen platt

Montag in der Früh ging die Geschichte mit dem kaputten Reifen leider weiter. Zuerst hat uns ein Nachbar vom Hotel den Reifen aufgepumpt, damit wir zur ersten Tankstelle kommen. Dort hat uns der Typ so einen weißen Schaum in den Reifen gespritzt. Damit sind wir zur zweiten Tankstelle weiter um den Reifen aufzupumpen. Zum Glück war dort die Werkstatt offen und das zweite noch vorhandene Loch wurde gestopft. Damit sind wir, mit einem Abstecher zum einem wunderbaren Wasserfall wieder gut nach Noumea zurück gekommen.

 

Letzter Cava

Und was gab es noch ganz zum Schluss. Natürlich noch einen Besuch im Nakamal um den letzten gemeinsamen Kava zu trinken. Vielleicht sollte ich ein Nakamal in Wien eröffnen?
In den verbleibenden 30 Minuten habe ich noch Rucksack vom Wochenende ausgepackt, Koffer eingepackt, geduscht und mich über das Abschiedskomitee von Anissa, Patrick und Aurelie gefreut!

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