AntarktisArgentinien

Der lange Weg in den Süden Argentiniens

Ein passender Auftakt unserer Reise in die Antarktis ist der Gedenktag des Antarktis-Pioniers Ernest Shekelton auf jeden Fall, dessen Todestag der sich am 5. Jänner zum 98. Mal jährt. Unsere Anreise von Wien über Frankfurt und Buenos Aires nach Ushuaia dauerte zwar keine Jahre, aber mit rund 1,5 Tagen Reisezeit doch recht lange.

Reise mit viel Gepäck

Mit viel warmen Gewand sowie ausreichend Outdoorbekleidung, also dementsprechend üppigen Gepäck, brachen wir am Sonntag Nachmittag von zu Hause auf. Am Wiener Flughafen war es diesmal recht unterhaltsam. Die Sternsinger begeisterten vor allem die asiatischen Reisenden und am benachbarten Check In-Schalter konnten wir die aufwendige Prozedur mitverfolgen, wie ein Hund nach Überprüfung von Identitätskarte, Impfzeugnis und Chipnummer zu einer Bordkarte kommt. Der obligatorische Sicherheitscheck erforderte wieder mal einen zweiten Scan unseres Handgepäcks, aber zum ersten Mal waren ausschließlich freundliche und informative Mitarbeiter bei der Sicherheitskontrolle.

Langer Flug über den Atlantik

Der Flug von Wien nach Frankfurt sowie der Aufenthalt am deutschen Flughafen waren recht unaufgeregt. Danach ging es in 13,5 Stunden von Frankfurt nach Buenos Aires. Mit einem Lufthansa-Flieger, konkret einer Boeing 747-8, in der Premium Economy Class und einem Nachtflug ist die lange Flugzeit ganz gut erträglich. Leider war es wieder etwas zu frisch und trotz Haube und zwei Decken, machte uns die Kälte zu schaffen. Am liebsten wäre es uns immer noch, wenn beamen endlich möglich wäre.

Pünktlich um 8 Uhr landeten wir am nächsten Morgen in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires. Nach der kurzen unspektakulären Einreiseprozedur holten wir unsere Koffer und waren froh, dass die Ersatz-Gopro noch da war, die inklusive Akkus in einem der Koffer war, obwohl Akkus nicht im aufgegebenen Gepäck sein dürfen. Immer wieder stellen wir fest, dass die Sicherheitsvorschriften in Kombination mit den Gewichtsbeschränkungen fast zu einer Wissenschaft werden. Vor allem beim Handgepäck wird auf jedem Flughafen anders geprüft.

Flughafen Buenos Aires

Nun wechselten wir zum Gebäude, wo die nationalen Flüge des Flughafens Ministro Pistarini International Airport, EZE, durchgeführt werden. Überrascht waren wir über die 18 Grad Außentemperatur. Wir hätten gedacht, dass es zu dieser Zeit in Buenos Aires wesentlich wärmer ist. Jedenfalls hatten wir in den 4 Stunden genug Zeit, um gemütlich das Terminal zu suchen und noch in Ruhe Kaffee zu trinken. Auch wenn sich das Flughafengebäude mit starken Gebrauchsspuren und vor allem Staubschichten präsentierte, war es gemütlich direkt am Flugfeld zu sitzen und die Szenerie zu beobachten.

Endlich in Ushuaia

Die letzte Etappe nach Ushuaia dauerte zwar nur mehr 5 Stunden, fühlte sich subjektiv aber länger als der Flug von Europa nach Südamerika an. Das lag einerseits am eher ungemütlichen Flieger und an der Zwischenlandung in El Calafate. Dieses Nest in Südpatagonien, das als Stadt bezeichnet wird, ist inzwischen Ausgangspunkt für zahlreiche touristische Wander- und Gletscher-Touren. So leerte sich das Flugzeug fast vollständig und ebenso viele Personen sind wieder zugestiegen. Danach ging es endlich zu unserem Zielort Ushuaia weiter, den wir um 17.15 Uhr erreichten. Wenige Minuten später konnten wir uns Gepäck vom Mini-Förderbändchen holen und 10 Minuten danach waren wir auch schon beim Hotel.

Die 4 Stunden Zeitverschiebung fallen ob der langen Reisezeit recht niedrig aus. Und da ich abends sowieso eher später schlafen gehe, musste ich mich kaum auf die aktuelle Zeitzone einstellen. Trotzdem freute ich mich schon auf eine erholsame Nacht.

Einmal die Hauptstraße vom östlichen Ende, wo unser Hotel – mit Blick auf Beagle-Kanal und Hafen – für die erste Überraschung steht, auf und ab gelaufen und einen Happen gegessen. Danach konnten wir endlich in einem weichen gemütlichen Bett bei Dämmerlicht ein- und ausschlafen.

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3 Gedanken zu „Der lange Weg in den Süden Argentiniens

  1. Muss schon ein eigenes Gefühl sein, so ganz am „Ende der Welt“ zu sein. Die lange Anreise klingt ganz schön anstrengend – gut, dass ihr euch jetzt am Schiff erholen könnt. Liebe Grüße Doris

  2. Mein letztes Schreiben wird nicht angezeigt ? mhhh…?
    Gestern war es noch vorhanden
    Das ist plötzlich verschwunden, vielleicht war es zu blöd…eine Zumutung für alle anderen ggg

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