LifouNeukaledonien

Ich will wieder heim

Dieses Gefühl alleine zu sein und mich mit keinem Menschen wirklich austauschen zu können, hat mich dazu bewogen, dass ich darüber nachdenke, früher nach Noumea zurück zu fliegen, als ich geplant hatte. Ganz schnell war ich mir sicher, dass ich das unbedingt möchte. Anissa hat mir auch noch vor meinem Abflug gesagt, dass man gegen eine geringe Gebühr den Flug jederzeit umbuchen kann. Also was liegt da näher als direkt am Flughafen das Ticket zu ändern

Da ich am Samstag am Retourweg von Easo sowieso beim Flughafen vorbei fuhr bin ich dort gleich hin. Und war dann voll schockiert, weil alles geschlossen war. Wirklich alles. Nur die Toiletten und die Eingangstür zum Flughafen waren geöffnet. Aber sonst war kein Mensch da. Also hatte ich keine Möglichkeit irgendetwas wegen dem Ticket zu unternehmen. Als ich dann durch Wé durchfuhr sah ich ein Büro der Air Caledonie. Das war natürlich auch geschlossen. Und sowohl der Flughafen und das Büro sind erst wieder am Montag geöffnet. Da habe ich aber dann kein Auto mehr um hinzufahren.
 
Also habe ich mich auf dem Weg zum nächstgelegenen Hotel mit Internet gemacht und um fast 10 Euro Internetgebühr eine dreiviertel Stunde damit verbracht online meinen Flug zu ändern. Am Schluss hatte ich nur einen gecancelten Rückflug. Also gar keinen Flug mehr zurück. In meiner Panik dachte ich, ich muss jetzt halt einfach einen neuen Rückflug buchen. Auch wenn das wieder ein Ticket kostet, ich will auf jeden Fall hier weg. Doch auch das Buchen eines neuen Tickets war nicht möglich. Wenn ich meine Daten eingab kam immer wieder das Ergebnis, dass mein Flug storniert ist. Jetzt war ich echt verzweifelt. Nur hilft mir das leider nichts. Jetzt heißt es einfach abwarten bis Montag. Vorher geht überhaupt nichts. Und da Geduld überhaupt nicht meine Stärke ist, kann sich wohl jeder vorstellen, wie sehr ich jetzt auf Nadeln sitze.
 
Jedenfalls kam dann doch der Montag. Da ich inzwischen Erfahrung mit Autostoppen hatte, habe ich mich wieder einmal auf die Straße begeben. Und war überglücklich, als mich recht bald eine Lehrerin mitnahm, die direkt bis Wé fuhr. So war ich in nur einer halben Stunde beim Büro der Air Caledonie. Und da saßen schon ungefähr 15 Leute und warteten. Uff, hoffentlich schnappen die mir nicht alle meine Rückflugmöglichkeiten weg. Eigenartigerweise war ich dann als dritte dran. Und nach 10 Minuten bin ich mit meinem Rückflugticket hinaus marschiert. Erstens war ich heilfroh, dass die Flugstornierung offenbar nicht wirklich durchgeführt wurde und ich einen Dienstag-Flug bekommen konnte. Und zweitens bin ich sehr, sehr stolz auf mich, weil ich ausschließlich Französisch gesprochen habe und mich die Fluglinientante offenbar perfekt verstanden hat!
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