Oase am revitalisierten Flüsschen Cheonggyecheon

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Seoul schaffte in den letzten Jahren immer mehr lebenswerte Flecken für seine rund 10 Millionen Einwohner in der dicht besiedelten Hauptstadt. Das Flüsschen Cheonggyecheon ist eine dieser grünen, ruhigen, erholsamen Oasen mitten in der Stadt.
 

Autobahn versteckte den Fluss

Der Fluss wurde im letzten Jahrhundert Stück für Stück zugebaut bis ihn 1961 sogar eine mehrspurige Hochautobahn überdeckte und er komplett von der Bildfläche verschwunden war. 2003 wurde die Autobahntrasse abgerissen und der Fluss renaturiert. Damit hat die Bevölkerung von Seoul seit 2005 ein Naherholungsgebiet in Downtown. Positiver Zusatznutzen und ein Plus für die Lebensqualität sind die Verbesserung der Luftqualität und die Reduzierung um über 3 Grad Temperatur in den umliegenden Häuserschluchten.
 

Ruhig und gemütlich am Ufer

Wenn man an einen der vielen Stiegenabgängen zum Fluss hinunter geht, merkt man sofort, wie sich der Straßenlärm quasi in Luft auflöst. Der rund 10 Kilometer lange Wasserlauf, der auf der Cheonggy Plaza mit einem Wasserfall beginnt, ist mit Bäumen, Blumen, Steinen und Kunstwerken gesäumt. Die Menschen sitzen am Ufer, überqueren den Flusslauf über die zahlreichen Quadersteine, die dafür extra im Bachbett liegen oder spazieren an einen der beiden Uferseiten. 
 

Stimmungsvoll am Abend

Abends kommen noch mehr Menschen zum Cheonggyecheon, der dann eine noch stimmungsvollere Atmosphäre ausstrahlt. Bunte und dezente Lichter leuchten den gesamten Weg aus. Musikergruppen und sogar eine Lasershows sorgten für Unterhaltung, als wir am Abend herumschlenderten. Familien, viele Liebespaare und Touristen genossen diesen Ort genauso wie wir. 
 
Ein paar Tage später lernten wir dann eine weitere grüne Lunge dieser Stadt kennen, nämlich den Seoullo 7017.
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