Grand TerreNeukaledonien

Off Road im Süden von Grand Terre

Einen Vorgeschmack auf den Süden von Grande Terre, also der Hauptinsel Neukaledoniens, habe ich bereits am Sonntag bekommen, als wir am Riviere Bleue mountainbiken waren. Heute ging es dann noch ein Stück weiter in den Süden. Anissas Freund Patrick hat mir ein paar wirklich total schöne Flecken gezeigt. Selbst bei etwas regnerischem Wetter hat mich dieser Tagesausflug voll beeindruckt.

Netcha

Bei der Abbiegung zum Nationalpark Riviere Bleue fuhren wir diesmal vorbei und dann ein Stück dem Fluss bzw. in diesem Bereich ist er ein Stausee, entlang. Der Kontrast zwischen dem intensiven Rot der Erde, dem satten Grün der Vegetation und dem dunkelblau des Wassers ist einfach faszinierend. Als hätte jemand seinen Malkasten ausgepackt und ein wunderschönes Landschaftsbild gemalt. Nach einem Stück legten wir den ersten Stopp in Netcha ein.

Bis dahin war das Wetter noch recht sonnig und so ging es zu allererst einmal in den Fluss zum Schwimmen. Es fühlt sich unbeschreiblich schön an, ganz alleine mitten durch einen breiten Fluss  zu schwimmen. Also natürlich nicht ganz alleine, sondern auch Patrick und eine Freundin von ihm, die uns begleitete. Aber sonst war niemand da. Und außer der natürlichen Geräuschkulisse gab es nichts zu hören. Einfach voll entspannt. Danach haben wir ein gemütliches Picknick gemacht und noch eine Runde Dooble gespielt. Das ist ein Kartenspiel, auf dem verschiedene Gegenstände abgebildet sind und bei dem ich ganz gut ein paar neue Wörter auf Französisch lernen konnte.

Madeleine Wasserfall

Dann ging es weiter zum Chutes de la Madeleine, also zu einem Wasserfall namens Madeleine. Diesmal mussten wir schon die Regenschirme aufspannen. Aber wie auch immer, ich liebe Wasserfälle und diesen fand ich natürlich auch wunderschön. Früher konnte man dort auch baden gehen, doch wegen des zu großen Ansturmes und der in Mitleidenschaft gezogenen Umgebung, wurde das inzwischen untersagt. Schließlich gibt es hier bis zu 90 % endemische Pflanzen. Leider wurden bei diesem Regenwetter die Fotos, selbst mit der Spiegelreflexkamera von Patrick, nicht sehr gut. Trotzdem habe ich einen guten Eindruck von der geballten Kraft es Wasser bekommen

Off Road Straßen

Und wieder ein Stückchen weiter ging es die bergauf, bergab führende kurvenreiche Straße. Und ja, es gibt hier, wie auch in vielen anderen Teilen dieses Landes, nur ein Straße. Teilweise sind die in recht gutem Zustand, aber teilweise sind sie eine echte Herausforderung. Starke Regenfälle und natürlich auch der letzte Zyklon überschwemmen Straßenteile, trocknen danach ein und übrig bleibt eine rote rumpelige Fahrbahn. An einigen Stellen gibt es nur Ansätze von Brücken und da muss man durch das Flussbett durchfahren. Schlaglöcher findet man hier auch mehr als genug und mache Abschnitte erinnern eher an eine Off Road Rallye.

Ich war ja noch nie in Australien, aber nach den Bildern, die ich schon gesehen habe, würde ich mir Australien so wie den Süden der Grand Terre vorstellen. Natürlich nur etwas größer.

Nickelwerke Neukaledoniens

Der Straßenzustand leidet sowieso unter den vielen LKWs, die hier von zwei größeren Minen unterwegs sind. Neukaledonien hat nämlich sehr große Nickelvorkommen und baut dieses Metall an vielen Stellen auf der Grand Terre ab. Gesund ist das nicht nur nicht für die Arbeiter in den Minen, sondern auch für die Bevölkerung. Zum Beispiel steht auch mitten in Noumea ein Nickelwerk, das vielen Bewohnern Allergien beschert und je nach Windrichtung stärker oder weniger beeinträchtigt.

Prony

Den letzten Stopp legten wir in Prony ein. Ein verlassenes Dorf in der Bucht, in dem manche Leute noch eine Hütte haben, die sie nur fürs Wochenende oder den Urlaub nutzen. Hier stößt man wieder mal auf die Geschichte mit den Strafkolonien. Ganz wenige Reste von Gefängnismauern sind hier zu sehen. Insgesamt ist dieses Dörfchen aber ein kleines Schmuckkästchen, in den man schon eine Weile herumschlendern kann.

Wieder zurück in Noumea war zum Abschluss wieder eine Kava Bar angesagt.

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