Inle SeeMyanmar

Pagodenwald Indein

Im Zuge unserer ganztägigen Bootsfahrt am Inle See steuerten wir das Dorf Indein an, das an der Westseite des Sees liegt. Ich wusste bereits im Vorfeld, dass dort über 1.000 verschiedene Stupas herumstehen. Doch hatte ich keine Vorstellung, wie sehr mich dieser Ort beeindrucken wird.
 
Schon die Bootsfahrt vom Inle See in den Fluss der zum Dorf führt, war interessant, weil sich hier die Landschaft stark veränderte. Fast ist es wie eine Fahrt durch die Au. Links und rechts stehen schattenspendende Bäume. Nur an den Böschungen erkennt man, dass man nicht in Österreich ist. Hier stehen die Anwohner an ihren Stegen um Wäsche, Geschirr oder sich selbst zu waschen.
 
Von der Bootsanlegestelle gingen wir rund 20 Minuten bis zur Hügelspitze wo ein Kloster steht. Desto näher wir kamen, umso mehr konnten wir schon von den zahlreichen Stupas sehen. 
 

Alle Spielarten von Stupas

Sie sind so faszinierend, weil es unendlich viele in verschiedenen Zuständen und in wirklich hoher Dichte sind. 
 
Teilweise stehen die Stupas so eng aneinander, dass nicht einmal eine Hand dazwischen Platz hat. Und am ungewöhnlichsten ist wohl die Koexistenz von so vielen verschiedenen Erhaltungszuständen. Da gibt es Stupas, die voll golden glänzen, aber genauso verfallene Pagoden, die nur mehr Ruinen sind und von Pflanzen völlig überwuchert sind. Trotzdem kann man noch die ursprünglichen Aufwendigen Verzierungen sehen. 
 
Und es wird auch aktuell fleißig renoviert. In Wahrheit weiß man gar nicht, wo man zuerst hinsehen soll, wenn man das erste Mal im Pagodenfeld steht. Ich habe davor noch kein derartiges Pagodenfeld gesehen und war echt total fasziniert und beeindruckt.
 

Menschen und Tiere im Pagodenwald

Im Pagodenfeld bzw. im Kloster wohnen Menschen, die Kühe haben, die zwischen den Bauwerken herumstehen. Das sieht irgendwie witzig aus. Eigentlich rechnet man nicht damit, dass neben einer Stupa eine Kuh weidet. 
 
Einziger Wermutstropfen waren die unzähligen streunenden und anstrengenden Hunde. Ein paar Jugendliche haben versucht sie zu verjagen, doch das hat nicht funktioniert. Im Gegensatz zu Mandalay und Bagan, wo wilde Hunde unauffällig herum streunen und quasi keinen Laut von sich geben, ist das Hundevolk am Inle See sehr aktiv und laut. Auch bei unserer Unterkunft in Nyaung Shwe hörten wir laufend Bellkonzerte. Leider wurden wir davon auch in der Nacht regelmäßig aufgeweckt. 
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