Neukaledonien

Pam und der Tag danach

Pam am Samstag und der Sonntag danach sind wie Tag und Nacht.

Als wir Freitag Nachmittag beschlossen haben nicht wie geplant übers Wochenende zur Ostküste zu fahren, wussten wir noch nicht genau, wie sich Pam auf Neukaledonien auswirkt. Angeblich sollte es ja an der Ostküste besseres Wetter ohne Pam haben. Aber das Problem wäre die Anreise gewesen, weil die eh nicht so guten Straßen (von Autobahn ist natürlich weit und breit keine Spur) dann überschwemmt, voll Schlamm und unpassierbar sind. Und mit einem Suzuki Alto ist das sowieso eine Herausforderung. Also haben wir einfach Anissas Freundin Aurelie, die mit uns mitgefahren wäre, besucht und gemeinsam gemütlich in ihrer Wohnung gegessen und geplaudert. Wie man das eben so bei schlechtem Wetter macht.

Samstag war es dann echt extrem starker Regen und Wind. Am Vormittag sind wir noch rasch zu Markt gefahren, waren aber in 3 Sekunden völlig durchnässt. Danach ging es nach Hause. Nachmittags war schon klar, dass das Auge von Pam genau über Vanuatu gewütet hat. Leider gab es dort über 40 Tote und alles zerstört. Deshalb sind hier alle richtig froh, dass uns letztendlich nur die Ausläufer gestreift haben. Den starken Wind und Regen gab es dann auch noch in der Nacht. Damit hat es so runtergekühlt, dass ich in der Nacht die Fenster schließen musste, weil es so frisch war. Also mir war kalt 😉

Heute in der Früh ging ich natürlich als erstes auf die Terrasse. Blauer Himmel und Sonnenschein. Da kann man sich gar nicht vorstellen, dass es gestern noch ganz anders gewesen ist. Also haben wir uns auf den Weg gemacht, um eine Freundin von Anissa zu besuchen, und ein Geschenk für deren 3 Wochen altes Baby zu übergeben. Schon auf der Fahrt dorthin ist uns aufgefallen, dass doch einiges vom Sturm zerstört wurde. Und offenbar hat es ganz viel Erdmaterial von den Bergen in die Flüsse geschwemmt. Da die Erde dort rot ist, sind jetzt auch die Flüsse rot. Und teilweise das Meer, wo die Flüsse hinein fließen. Schaut echt eigenartig aus, ein bisschen so, als wäre Blut hinein geflossen.

Es hat auch viele Blätter und Äste von den Bäumen geweht. Also hat Anissa einfach 2 Frangipaniäste in Auto gepackt und ich habe diese im Garten in Blumentöpfe angepflanzt. Wenn die was werden, dann bekommen sie meinen Namen. Ich hoffe, sie geben ihr bestes und schlagen bald Wurzeln.

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