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Stoppover Bangkok mit einer Taxi-Challenge

Wer nach Myanmar möchte, kann nicht direkt von Österreich fliegen. Die Einreise von Thailand bietet sich dafür optimal an. Allerdings sind die Anschlussflüge so knapp, dass wir uns dafür entschieden haben, einen kurzen Stoppover in Bangkok einzulegen. Bevor wir nach Mandalay, also ins Land der goldenen Pagoden, weiterfliegen.

Ein Nachmittag und Abend ist nicht sehr viel Zeit für eine Stadt wie Bangkok. Aber Zeit genug für einen Tempel und ein Einkaufszentrum und ein paar kleine Erlebnisse. 

Ein Tempel muss sein

Das mit dem Tempel war leicht. Denn gleich ein paar Meter neben dem Hotel wurden wir fündig. Beeindruckend bunt und hübsch ist die Watdongmuang Phra-Arramluang Tempelanlage. Da dort wenig los ist, konnten wir uns gemütlich umsehen und das Bauwerk auch in Bildern ohne für Foto und Film „störenden“ Menschen festhalten.

Das nächste Einkaufszentrum liegt nicht fußläufig. Also muss ein Taxi her. Wer schon mal in Bangkok war, weiß, dass Taxifahren recht schnell eine Herausforderung werden kann. Ich habe das schon öfter erlebt und finde es jedes Mal wieder spannend. Für die Fahrt zum Einkaufszentrum hat uns deshalb die Rezeptionistin auf eigens dafür vorhandene Visitenkarten unser Ziel in Thai aufgeschrieben. Und alles war perfekt. Bei der Rückfahrt lief das ein bisschen anders, denn schon die Ausgangssituation war eine andere.

Herausforderung Taxifahrt in Bangkok

Normalerweise sagt oder zeigt man dem Taxifahrer wohin man möchte. Wenn er das Ziel lesen kann, kennt und den Weg dorthin kennt, dann darf man einsteigen und mitfahren. Aber nur dann. Sonst muss man sich – oft recht lange – auf die Suche nach einem „wissenden“ Taxifahrer begeben. Bei der Shoppingmall standen wir – aufgrund des Regens, der abends begonnen hatte – in einer langen Schlange. Ein Ordner verfrachtete einen Fahrgast nach dem anderen in die anstehenden Taxis. So saßen wir bereits drinnen und erst dann erfuhr unser Lenker, wohin er finden muss. Er konnte kein Wort Englisch, wir kein Wort Thai und die Visitenkarte des Hotels kam ihm auch eher wie eine Karte einer Schnitzeljagd vor. Irgendwann fragte er dann, ob das Hotel am Flughafen sei und dann schlug er auch schon die richtige Richtung ein. Doch es regnete, war dunkel und man muss hier sehr lange Wege fahren, bis ein Abbiegemöglichkeit in Form von U-Turn-Brücken eine Annäherung ans Ziel ermöglicht. Mit unserer Unterstützung fand er dann doch noch zu unserem Hotel und war überglücklich darüber. Offenbar hat er sich mehr darüber gefreut, also wir. Irgendwie dürfte er nicht daran geglaubt haben, die richtige Adresse zu finden.

Das Future Park Shoppingcenter hat bei mir vor allem den Eindruck von großer Kälte hinterlassen. Ich weiß, dass in Südostasien alles extrem klimatisiert ist. Aber offenbar war ich schon zu lange nicht mehr hier und hatte es vergessen. Es ist dort sogar kalt genug für einen Indoor-Eislaufplatz. Verrückt, finde ich!

Wo ist der Kamela-Shop

Wir waren auf der Suche nach einem Akku für den Gimbal, also dem Schwebestativ für die Actioncam. Also klapperten wir ein paar Elektrogeschäfte ab und bekamen schlussendlich den Tipp, wir sollten es doch im Kamela-Shop probieren. Zuerst war uns nicht klar, ob es der Name eines Geschäftes oder eine Bezeichnung für eine Art von Geschäft war. Bis wir dann plötzlich vor einem standen und wussten: Kamela ist natürlich Kamera.

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Ein Gedanke zu „Stoppover Bangkok mit einer Taxi-Challenge

  1. Die Dame die uns freundlicherweise in den Kamela-Shop weitergeschickt hat, hatte auch noch einen zweite sehr klischeehaften Sager für uns parat. Als ich ihr den Akku zeigte, den ich gerne nachkaufen wollte, beäugte sie ihn eine zehntel Sekunde lang und meinte dann fachmännisch: „Battelie not have“.
    Hier haben wir jedoch das durch ein „l“ ersetzte „r“ sofort erkannt.

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