BhutanTrongsa

Wilde und freche Tiere in Trongsa

 
Nun hatten wir Bumthang wirklich hinter uns gelassen, überquerten den Kiki Pass und waren dann im Chumey-Tal, dass das letzte der vier Täler von Bumthang ist. 
 

Sehnsucht nach Tischen im Freien

In diesem Tal haben wir noch zu Mittag gegessen. Und zwar in einem Laden, der wieder Restaurant und Shop zugleich war. In den Raum, wo wir aßen, war es so kalt, dass uns trotz Heizstrahler noch ein bisschen fröstelte. Dabei war es draußen schön sonnig und warm und wir wären beim Mittagessen so gerne draußen gesessen. Platz wäre auch genug dafür da. Doch offenbar ist das hier nicht üblich. Das Essen war trotzdem super lecker und wir hatten hier zum ersten Mal Farn und Momos – quasi bhutanische Gemüse-Dim Sums – gespeist. Zum Glück wärmten uns Chilli und Ingwertee ein bisschen auf.
 
Das angeschlossene Geschäft war ein reines Souveniergeschäft. Daran merkten wir nochmals, dass wir uns mehr und mehr den Touristenzonen näherten. Dazu muss man wissen, dass der Großteil der Touristen vor allem Westbhutan bereist und einige auch noch bis nach Zentralbhutan fahren. Hingegen ist die Erkundung des Ostens noch nicht sehr üblich.
 

Wilde Raubkatzen

Bald waren wir in Trongsa. Bei der Fahrt in die Stadt haben wir gehört, dass es hier Tiger gibt, die im Jahr 2015 sogar einen Menschen getötet haben. Also eigentlich gibt es in mehreren Regionen von Bhutan Tiger, Schneeleoparden und Rote Pandas. Doch sind die meist so scheu, dass sie kaum gesehen werden. Umso tragischer, dass sie sowohl einen Menschen als auch mehrere Kühe getötet haben. Wir haben uns ein bisschen ausgemalt, wie spannend es sein könnte, einem so seltenen Tier zu begegnen. 
 

Großer Dzong von Trongsa

In Trongsa tragen wieder Bezirk und Bezirkshauptstadt den gleichen Namen. Wir sind zuerst durch die Straßen des malerisch gelegenen Ortes spaziert und auf dem Weg zum Dzong am Bogenschießplatz vorbei gekommen. Mehr Details zum Thema Bogenschießen gibt es im Blogbeitrag Die seltsamsten Bogenschützen der Welt.
 
Der örtliche Dzong ist gegenüber den bisherigen sehr viel größer. Ein richtiger Gebäudekomplex, der verschiedenste Gebäudeteile in verschiedenen Ebenen vereinigt. Es war total spannend, die verschiedensten Ecken zu erkunden. Obwohl wir viel herumgelaufen sind und dabei keine Treppe und keinen Gang doppelt gegangen sind, kamen wir am Schluss doch wieder beim Eingangstor an. 
Dieser Dzong ist deshalb so groß und wichtig, weil hier in Trongsa ein wichtiger Handelsknotenpunkt lag. 
 

Affenplage

Kaum vorstellbar ist es, dass Affen einem Dzong gefährlich werden können. Doch in Trongsa ist es passiert, dass Affen in das Gebäude eingedrungen sind und dort verschiedene Papiere vernichtet haben. Deshalb gibt es zur Abwehr der frechen Tiere Stromdrähte an den Mauern des Dzong.
 

Junge Mönche

In diesem Dzong leben rund 200 Mönche, wobei wir hier auch recht junge Buben gesehen haben. Die kommen oft aus kinderreichen Familien. Da Mönche auch ein bisschen Geld vom Kloster erhalten, können dann die Jungen auch ein bisschen Geld nach Hause schicken und somit ihre Familie unterstützen. Die jungen Mönche erhalten natürlich auch Schulbildung. Aber leider nur in sehr eingeschränktem Maß. Sie lernen Dzongkha, als die gemeinsame Sprache Bhutans und alles was sie für ihr Mönchsein benötigen. Aber Allgemeinbildung wie Englisch oder Mathematik ist nicht vorgesehen. Das ist eigentlich schade, wenn man weiß, dass in den anderen Schulen Englisch sogar Unterrichtssprache ist. Mehr zur Schulbildung gibt es im Blogbeitrag Eskorte für Internatsschüler.
 

Stromausfall

Nach der Besichtigung des Dzong sind wir noch rund 40 Minuten zu Fuß zu unserem hübschen Hotel Yangkhil Resort gegangen. Dort erfuhren wir, dass es schon den ganzen Tag keinen Strom gibt, weil ein Bagger bei Straßenbauarbeiten ein Kabel angerissen hatte. Das machte mich ein bisschen unrund, da in Bhutan sowohl Warmwasser und vor allem Heizungen immer mit Strom betrieben werden. Deshalb waren wir sehr erleichtert, dass der Strom gerade wieder zu funktionieren begann, als wir unser Zimmer bezogen. Außerdem hatten wir einen super Ausblick direkt auf den Dzong von Trongsa.
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6 Gedanken zu „Wilde und freche Tiere in Trongsa

  1. Hallo, schaut toll aus wie die Häuser so in die Hügeln reingebaut sind. Die Holzverzierungen und bunten Bemalungen sind schon schöne Kunstwerke !
    Auto fahren bei den engen Strassen und den großen Felsen …puh eine Herausforderung. Gut dass man selbst dort nicht fahren kann, ist sicherer wenn das die Leute dort übernehmen.
    Habt noch schöne interessante Tage !
    Lg Lilly

  2. Hallo! Und? Keine Schneeleoparden oder ähnliches gesichtet? Das wär wirklich ein tolles Erlebnis – wenn auch bitte in gebührender Entfernung! Und: NICHT FÜTTERN!!!
    liebe Grüße Doris

    1. Liebe Doris!

      Die Schneeleoparden leben nur in höheren Lagen. Und sind natürlich unglaublich scheu.
      Tiger gibt es angeblich nur noch etwa 150. Die werden bestenfalls von Kamerafallen gesichtet.
      Und beide sind mörder feig und fürchten sich vor Touristen 🙂 🙂 🙂

      Liebe Grüße, Andreas

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