AntarktisAntarktische Halbinsel

Adelie Pinguine besetzen Kinnes Cove

In der Früh fuhren wir in den Antarctic Sund, einen rund 50 Kilometer langen Abschnitt, der für seine großen Tafeleisberge bekannt ist. Inzwischen sahen wir immer und überall Eis, in Form von Gletschern, Schnee und Eisbergen. Das gab uns das großartige Gefühl, dass wir nun so richtig in die Antarktis eingetaucht waren.

Überbevölkertes Kinnes Cove

Jedenfalls sah an diesem Morgen alles perfekt für die nächste Anlandung aus. Wir hatten tolles Wetter und endlich einmal gar keinen Wind. Trotzdem kam nach dem Check durch das Expeditionsteam die Durchsage, dass bei Kinnes Cove für uns leider keine Anlandung möglich sei, weil viel zu viele Tiere vor Ort waren. Also an jenen Stellen, wo man mit einem Zodiac anlegen könnte, waren zum Einen eine große Anzahl an Pinguinen und zum Anderen verliefen dort überall Pinguin-Autobahnen.

Zodiactour statt Anlandung

Da man den Tieren nicht zu nahe kommen darf und auch die Pfade der Pinguine nicht verstellen darf oder kreuzen sollte, hatte sich das Expeditionsteam gegen eine Anlandung entscheiden müssen. Natürlich fanden sie wieder eine Alternative für uns, nämlich die Erkundung vom Wasser aus. Also wurden alle Zodiacs und Kajaks zu Wasser gelassen und wir schipperten alle gemütlich an den Ufern von Kinnes Cove entlang. Es war großartig, zwei Stunden lang umgeben von Eisbergen, die in verschiedensten Blautönen in der Sonne glitzerten, die enorme Anzahl von Pinguinen zu beobachten.

Neue Art: Adelie Pinguine

Alle, die wie wir große Pinguin-Fans sind, freuen sich sicher darüber, eine neue Pinguinart zu sehen. Diesmal waren nämlich die Adelie Pinguine die Stars. Sie gehören gemeinsam mit Esels- und Zügelpinguinen zu den Langschwanzpinguinen, sind aber eine Spur kleiner. Und die Adelies sind ganz leicht am schwarzen Kopf und mit den weißen Augenringen zu erkennen. Für mich sieht das ein bisschen wie Stoffpinguine mit Knopfaugen aus.

Allerdings waren die Adelie Pinguine viel zu aktiv, um mit einem Stofftier verwechselt zu werden. Nur die Flecken, wo die schwarzen kuscheligen Jungtiere zusammen standen, wirkten etwas ruhiger. Doch die zahlreichen Adelie Pinguine, die sich auf den Felsen, neben dem Meer oder auf Schneefeldern aufhielten, hüpften eifrig herum. Auch dieses Mal war fotografieren eine große Herausforderung mit viel Ausschuss.

Babypinguine im Sommer

Die Pinguine waren nicht nur sehr aktiv, sondern die große Menge an Tieren, war sogar fürs Beobachten eine Herausforderung. Manchmal wussten wir gar nicht, wo wir zuerst hinsehen sollten, weil so viele putzige Tiere in Bewegung waren. Die große Anzahl ist natürlich auch der Jahreszeit geschuldet. Denn im Jänner ist Hochsommer und da ziehen alle Tiere gerade ihre Jungen auf.

Weddelrobbe gesichtet

Am Ende unserer Zodiacfahrt erspähten wir mitten unter den Pinguinen unsere erste Weddelrobbe und konnten zusehen, wie sie sich gerade auf den Weg ins Wasser begab.

Auch wenn wir herrliches Wetter hatten, merkten wir immer wieder, dass wir doch in der eisigen Antarktis waren. Denn wenn das Zodiac raschere Fahrt aufnahm, spürten wir den Fahrtwind schneidend kalt im Gesicht. Doch wir waren immer gut angezogen und so war uns beim Herumschippern angenehm warm.

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2 Gedanken zu „Adelie Pinguine besetzen Kinnes Cove

  1. Hallo, gigantische Fotos ! Mit den Eisbergen im Wasser und die vielen lieben Pinguinen, stell ich mir auch toll vor zu beobachten.
    Schaut sehr schön aus auf den Fotos ,für euch war es auch anstrengend mit den eisigen Temperaturen und noch dazu so schöne Fotos zu machen. Hut ab !
    lg Lilly

  2. Unfassbar schön! Die Gegend, die Eisberge, die Pingis (die da schauen noch stromlinienförmiger aus als alle anderen bisher!), eure Fotos sind der absolute Wahnsinn!!!!
    Liebe Grüße

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