Die Kanak, deren Unabhängigkeitswunsch und ein Museum

Mit Ausstellungen oder Museen habe ich es ja eigentlich nicht so. Doch wenn ich schon am anderen Ende der Welt bin, interessiere ich mich natürlich auch für die Geschichte des Landes. Dabei stößt man immer wieder auf die ursprünglichen Einwohner, nämlich die Kanaken, die zu den dunkelhäutigen Melanesen zählen.

Die Ureinwohner, die heutigen Tribes, wurden von den eingewanderten Europäern recht schlecht behandelt in dem sie enteignet und deportiert wurden und kaum Rechte hatten. Mit einigen Revolten verschafften sich die Kanak (wie man sie richtigerweise bezeichnet) zunehmend mehr Rechte. Um wieder ein bisschen von dem gut zu machen, was die Briten und vor allem Franzosen den Kanak angetan haben, würdigt man sie heute und versucht sie als gleichwertig anzusehen. Darum wurde auch das Kulturzentrum Tijabou, zu Ehren des ermordeten Unabhängigkeitskämpfers  Jean-Marie Tijabou errichtet. Es zeigt ausführlich die Lebensweise der Kanak.

Unabhängigkeitsbestrebungen der Kanak

Wobei es so ist, dass die Tribes weiterhin einen starken Unabhängigkeitswunsch haben und immer wieder versuchen, dass Neukaledonien komplett eigenständig wird. Als Überseeterritorium gehört dieses Land noch immer zu Frankreich, hat aber manchen Sonderstatus wie beispielsweise die eigene Währung Pazifischer Franc (XPF). Die europäischen Zuwanderer sind sich deshalb nicht sicher, was die kommenden Jahre bringen werden. Falls es die Unabhängigkeitsbewegung schafft, sich von Frankreich zu entkoppeln, könnte es sogar sein, dass die Kanak alle Europäer aus dem Land werfen könnten. Auch wenn derzeit alle gemeinsam französische Pässe haben.

Besuch des Museums über Neukaledonien

Eine weitere Stätte wo man ziemlich viel über die Historie der Ureinwohner sehen und erfahren kann, ist das Museum über Neukaledonien, das ich mir am Montag angesehen habe. Sehr angenehm und vor allem ruhig, weil ich die ersten eineinhalb Stunden ganz alleine im Museum. Dann kam eine Schulklasse, die aber sehr diszipliniert und ruhig war. Die werden wohl hier echt gut erzogen.

Auf jeden Fall habe ich ganz viele Fotos im Museum machen können …

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