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Im „Kava“-Drogenrausch

Ok, vielleicht ist Drogenrausch ein bisschen übertrieben. Aber der sogenannte Rauschpfeffer hat schon eine entspannende Wirkung, also etwa wie Alkohol, aber dabei ist man trotzdem klar im Kopf. Und kann tolle philosophische Gespräche führen.

Gleich einmal vorweg, gut schmecken tut das Zeug nicht.

Aber wie auch immer, es beginnt damit, dass die Kava-Lokale an der roten Beleuchtung zu erkennen sind. Bei uns würde man dahinter das älteste Gewerbe der Welt vermuten. Doch der roten Beleuchtung entlang die Stufen hinauf landeten wir dann bei einer Hütte mit einem Garten, die kaum beleuchtet waren. Man kann sich das etwa so wie ein Punschstandl vorstellen. Nur viel schummriger.

Man geht dann einfach zur Hütte und bestellt Kava groß oder klein. Das Getränk wird in einer Kokosnussschale serviert.  Und dann geht man zu einer Art langen Stahlwaschbecken. Davor trinkt man sein Kava auf einen Zug aus und den letzten Rest spuckt man in die Wanne. Anschließend greift man bei den Erdnüssen zu und isst ein paar. Um den Geschmack zu neutralisieren. Mich erinnert der Geschmack an eine medizinische dunkle Flüssigkeit, die ich früher auf entzündetes Zahnfleisch aufgetragen habe. Also geschmacklich nicht wirklich das Highlight. Aber in Neukaledonien ist das Kava trinken gerade sehr in Mode. Es stammt ursprünglich aus Vanuatu und wurde zu rituellen Zwecken verwendet.

Hier im Kava-Lokal setzt man sich nach dem Trinken an einen der Tische im schummrigen Bereich und genießt die Entspannung und plaudert mit den anderen. Wir haben uns dann noch eine zweite Portion Kava geholt und die zwanglose Stimmung genossen.

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Eine neue Frucht habe ich diese Woche auch kennengelernt. Und im Gegensatz zu Kava schmeckt die außerordentlich gut. Die Corosoll ist, wenn sie reif ist, ganz weich. Man schneidet sie in der Mitte auf und hat weißes, weiches, eher glitschiges Fruchtfleisch, das ausgesprochen gut und auch süß schmeckt. Sie hat zwar viele schwarze Kerne, die man entfernen muss, aber das tut dem Geschmack keinen Abbruch. Leider fängt die Corosoll-Saison erst an und deshalb gibt es kaum noch Früchte. Sehr schade, ich hätte gerne noch weitere verspeist.

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