Taekwondo – Koreanische Kampfkunst Performance

Taekwondo_Seoul2018-015Als Kontrastprogramm zur zeitgemäßen K-Pop-Kultur gaben wir uns am Nachmittag etwas klassisch Traditionelles. Nämlich Koreas Volkssport Taekwondo.
 

Experience 

Eigentlich wollte ich selbst ausprobieren, wie sich Taekwondo anfühlt. Wir hatten dazu eine Info und mich auch über das entsprechende Onlineformular angemeldet. Aber leider blieb die Anmeldung gänzlich unbeantwortet. Weshalb wissen wir auch nicht. Ob wir da einfach eine Falschinformation hatten, ob meine Anmeldung zu spät eingetroffen ist, schon alle Plätze ausgebucht waren oder ob es einfach am vorangegangenen Feiertag lag. Wir werden es wohl nie herausfinden.
 
Ganz ohne Anmeldungen konnten wir allerdings eine Taekwondo-Vorführung besuchen. Wahrscheinlich war das eh spannender, als ein paar laue Anfängerversuche von meiner Seite.
 

Wieder in Namsan

Dazu fuhren wir nach Namsan, also in jene Gegend, wo wir zu Beginn unserer Reise in der Nähe wohnten. Die vertraute Umgebung, die wir nun 14 Tage lang nicht mehr gesehen hatten, gab uns ein ganz kleines bisschen das Gefühl, heim zu kommen. Doch die 45 Minuten Anreisezeit machten uns deutlich, wie groß Seoul ist. Dabei liegen sowohl Namsan als auch Gangnam recht zentral in der xxxx Mio. Einwohner Metropole.
 
Das Wetter im traditionellen Hanok-Schaudorf Namsangol war optimal, sonnig aber nicht zu heiß. Jedenfalls wurden wieder diese Pappkappen ausgeteilt, die ich nie im Leben aufsetzen würde. Weil man aber alles einmal ausprobieren soll, wurde ich gezwungen eine aufzusetzen. Aber ausschließlich fürs Foto.
 

Taekwondo-Ballett

Die Taekwondo Truppe bestand aus fünf Männer und zwei Frauen, die für das interessierte Publikum eine halbe Stunde ihre Fähigkeiten vorgeführten. Ich fand die Performance total beeindruckend. Einerseits erinnerte es mich ein bisschen an Ballett, wenn sie sich alle gleichzeitig bewegten. Und andererseits bewunderte ich ihre Bewegungen und Drehungen in der Luft. Für mich sieht das sehr elegant und kraftvoll zugleich aus. Die Abfolge der verschiedenen Stellungen ihrer Schaukämpfe war teilweise so rasch wechselnd, dass meine Kamera trotz Serienbild-Modus gar nicht mit dem Fotoaufnahmen nachgekommen ist.
 

Enormer Bretterverbrauch

Die Taekwondo Gruppe hat in dieser halben Stunde sicher an die hundert Bretter – vorwiegend in der Luft mit ihren Füßen – zerschlagen. Der Berg an kleinen Brettchen, die neben der Bühne bereit lagen, schrumpfte rasch. Oft flogen die Teile eines zerschmetterten Brettes so hoch in die Luft, dass sie sogar über dem Dach des … zu sehen waren.
 
Begleitet wurden die Taekwondos von einer traditionellen Musikgruppe. Auch wenn das vielleicht historisch optimal dazu passt, war es für unsere Ohren einfach nur schrecklicher Lärm. Erheiternd fand ich dagegen, dass eines der beiden Mädchen, wenn sie vor einer Bewegung einen Schrei von sich gab, mehr wie ein quietschendes Mädchen als ein gefährlicher Kämpfer klang. 
 
Zum Abschluss durften noch ein paar Zuseher auf die Bühne, um auch selbst ein Brett zu durchschlagen. Ob die Bretter da immer aufgrund des Schlages oder der Unterstützung der Taekwondos, die das Brett gehalten haben, zerbrochen ist, weiß ich nicht genau.
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2 Responses so far.

  1. Lilly sagt:

    Das erinnert mich voll an meine Jugendzeit, machte einen Taekwondo Kurs. Aber leider nur bis zur 1.Prüfung ,gelber Gürtel gg. Dann hatte ich beim Eislaufen einen Unfall und musste operiert werden, deshalb hatte ich längere Pause und hatte leider nie mehr mit den Kurs weitergemacht. Jetzt wo ich die Fotos gesehen habe, bekam ich wieder Sehnsucht. Aber mit meinem lädierten Kreuz wäre es jetzt schon schwierig. Ich finde es ist eine schöne Kampfsportart, hat auch irgendwie etwaswas beruhigendes ,die Körperbeherrschung…
    Schade dass ihr es nicht ausprobieren konntet.
    Tolle Fotos auf jeden Fall,super gut erwischt in der Luft!

  2. Doris sagt:

    Wunderbare Aufnahmen!! Die freischwebenden Körper schauen irre aus! Und das Kapperl ist eh nicht so schlimm, wenigstens scheint einem die Sonne nicht in die Augen. Liebe Grüsse Doris

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