Traditionelle Wohnhäuser im Hanok Dorf Namsangol

HanokVillageNamsangolSeoul2018-058Heute haben wir etwas Historisches in Angriff genommen. Nämlich die traditionellen Wohnhäuser Koreas. Die sogenannten Hanoks werden zum Teil noch heute in den ländlichen Gebieten Südkoreas genutzt, in Nordkorea sowieso. Diese Holzhäuser sind sogar mit Fußbodenheizung ausgestattet und man muss auf jeden Fall seine Schuhe ausziehen, bevor man so ein Haus betritt. Jedenfalls ist so ein Hanok sehr aufwendig und kunstvoll gestaltet.
 

Das Schaudorf

Wir haben uns das kleinere Dorf Namsangol ausgesucht, das nur mehr ein reines Schaudorf. Die Häuser selbst sind Originalhäuser, die aus verschiedenen Teilen Seouls hierher verlegt wurden. 
 
Offenbar ist das Hanok-Dorf nicht nur für uns Touristen sehenswert, sondern auch für kleine koreanische Kinder. Wir haben zahlreiche Gruppen mit Kindergarten-Knirpse gesehen, die Hanoks wahrscheinlich ebenfalls zum ersten Mal besichtigt haben. 
 
Wenn man gerade von Myeondong zum Namsangol gegangen ist, also von jenem Stadtteil, wo unser Hotel mit anderen vor allem ganz modernen Neubauten steht, dann kann man sich gar nicht vorstellen, dass die Koreaner bis vor gar nicht all zu langer Zeit diese traditionellen Häuser gebaut haben. Ein wirklich krasser Unterschied. 
 

Überall moderne Technik

So sehr im Schaudorf Namsangol auch die traditionellen Bauten und Gebäude präsentiert werden, ist es trotzdem mit vielen kleinen modernen Dingen ausgestattet. Feuermelder, Lautsprecher, Straßenbeleuchtung und Überwachungskameras sind zwar sehr dezent, aber dennoch sichtbar verbaut. 
 
Wäre interessant, ob das im noch bewohnten Hanok Dorf Bukchon auch so ist. Ob wir uns das noch ansehen werden, überlegen wir uns noch. Wir haben nämlich gelesen, dass sich die Bewohner von Bukchon durch die vielen Touristen gestört fühlen und gegen die vielen Besucher zu wehren versuchen. 
 

Zeitkapsel

Gleich neben dem Hanok Dorf ist eine Zeitkapsel vergraben. In diesem Fall wurden in dem Behälter 600 Gegenstände eingeschlossen, die Korea in den letzten 600 Jahren präsentieren soll. Die Zeitkapsel wurde 1994 zum 600. Jubiläum der Stadt Seoul vergraben und soll 2394 zum 1000-jährigen Jahrestag wieder ausgegraben werden. Das werden wir wohl nicht mehr erleben. Aber ich kann mir nicht vorstellen, dass in 400 Jahren die Time Capsule Plaza im Namsangol Park noch genauso existiert, wie heute.
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3 Responses so far.

  1. Doris sagt:

    Irgendwie eine völlig fremde Welt. Für euch vielleicht nicht, da ihr ja schon einiges aus dieser Ecke der Welt kennt, aber für jemanden, der von „da drüben“ grad mal Thailand kennt, wirkt es sehr fremdländisch. Aber echt schön!! Und das Wetter scheint es auch gut mit euch zu meinen!! Viel Spass weiterhin! LG Doris

  2. Paul sagt:

    merci für die fast-live eindrücke, faszinierend, v.a. details, schuluniformen etc. schöne zeit und gruss aus wien!

  3. Lilly sagt:

    Sehr aufwendig und kunstvoll gebaut,schön. Herzig die kleinen Knirpse alle gleich angezogen mit der Schuluniform. Viel Spass noch lg Lilly

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