BusanSüdkorea

Überfüllter Haedong Yonggung Tempel

In Busan gibt sich das Wetter zwar noch schön und sonnig, doch man merkt inzwischen, dass der Herbst ins Land zieht. Weste oder Jacke müssen jetzt bei jeder Unternehmung mit dabei sein. Im großen und ganzen ist das Klima Südkoreas dem von Österreich recht ähnlich. Was es allerdings in Österreich nicht gibt, ist Chuseok – das Erntedankfest. 
 

Alle Koraner machen Ausflüge

Chuseok ist einer der wichtigsten Feiertage in Südkorea und erstreckt sich über mehrere Tage, in denen sich im ganzen Land die gesamte Familie trifft bzw. hatten wir den Eindruck, dass ganze Familienverbände unterwegs sind. Und sie machen an diesen Tagen alle gemeinsam Ausflüge. Also sind an diesen Feiertagen alle netten Orte und Ausflugsziele mehr oder minder überlaufen. Wir konnten uns bis dato gar nicht vorstellen, wie voll ein großes Tempelgelände sein kann. Im Haedong Yonggung Tempel, im östlichen Busan, haben wir das live erlebt.
 

Alles voll

Schon bei der Anreise zum Tempel wurde es sowohl in den öffentlichen Verkehrsmitteln als auch auf der Straße immer voller und voller. Als wir bei der Haltestelle in Haeundae einstiegen, kamen wir noch in den Bus hinein. Bei den weiteren Haltestellen mussten dann schon die Bustüren händisch zugedrückt werden und bei den letzten Stopps konnte gar niemand mehr zusteigen. Außerdem stand der Bus auch die Strecke entlang der letzten Haltestellen im Stau, da die mehrspurige Straße voll von Pkws war. Die Parkplätze vor dem Haedong Yonggung Tempel waren echt voll bzw. wurden gerade voll geschlichtet. 
 
Bei der Busfahrt hatten wir zwei nette Erlebnisse. Schon in Haeundae hat uns ein Einheimischer unbedingt helfen wollen, den richtigen Bus zu nehmen. Und im Bus hat eine Einheimische so lange insistiert, bis ich ihr meinen Rucksack gegeben habe, den sie dann auf ihrem Schoss gehalten hat, damit ich ihn nicht im Stehen halten muss. 
 

Menschenmassen

Als wir bei der Busstation zum Tempel ankamen, konnten wir gar nichts mehr falsch machen. Fast alle Fahrgäste sind dort ausgestiegen, freundlicherweise gab es für den Tempel sogar eine englischsprachige Durchsage im Bus und dann mussten wir nur mehr im Menschenkonvoi zum Tempel trappeln, während sich die Autoschlange noch in die Parkplätze staute.
 
Vor dem Eingang des Tempels waren Fressbuden und Glücksbringerstandeln für die vielen Feiertagsbesucher aufgestellt. Bis dahin dachten wir noch, dass sich die Menschen dann in der großen Tempelanlage schon irgendwie verteilen würden. Aber bald war uns klar, das geht nicht. So viele Menschen können sich nicht mehr verteilen. An neuralgischen Stellen sind sogar extra Einbahnen für die Fußgänger vorgegeben worden, damit die Menschenmassen durch die Tempelanlage geschleußt werden können. 
 

Großartiger Tempel

Es war echt schade, dass so viele Leute unterwegs waren. Denn der Haedong Yonggung Tempel liegt eigentlich sehr malerisch am Meer und ist von einem angenehmen Geruch nach salziger Meerluft umgeben. Außerdem ist er sehr schön terrassenförmig angelegt und hübsch dekoriert. Von der untersten Ebene sind wir eine kleine Promenade entlang des Meeres gegangen und dann auf einem Felsen am Meer gesessen. Das war richtig angenehm ruhig und entspannend. 
 
Zurück mussten wir uns wieder gemeinsam mit den Menschenmassen durch die Tempelanlage schieben. Wir hatten den Eindruck, dass jetzt noch mehr Besucher da waren. Und am Rückweg zur Busstationen sahen wir eindeutig, dass jetzt noch mehr Menschen und Autos unterwegs waren. Die Busse hatten alle große Verspätungen und wir ließen den ersten Bus sogar aus, weil da zu viele Leute eingestiegen sind. Zum Glück war es dann in der U-Bahn schon viel entspannter, weil weniger los war.
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5 Gedanken zu „Überfüllter Haedong Yonggung Tempel

  1. Was sind das für ekelige Maden in der Schüssel ….Schade dass so viele Leute unterwegs waren,hoffe ihr habts es trotzdem etwas genießen können. Schaut sehr schön aus der Tempel,die Steintürme schön..

    Bei uns ist es auch wieder schön warm und sonnig am Tag,aber die Frühtemperaturen liegen bei 3 Grad prrr
    Witzig ,wenn ich das schreibe,seid ihr gerade noch im Tiefschlaf gg

  2. Sehr beeindruckende Bilder☺️und toller Artikel. Wahnsinnig schade, dass ihr euch von den Menschenmassen durch den Tempel schieben lassen musstet. Weiterhin noch eine schöne Reise

  3. Hallo ihr 2, supertolle Fotos und einmalige Eindrücke….essen würde ich allerdings etliches nicht, was da so herumliegt.
    Genießt die letzte Woche, in Wien ist es schön sonnig, aber kalt – heute nur 6 Grad in der Früh.
    Alles Liebe
    Andrea

    1. Liebe Andrea!
      Naja, wir essen eh‘ auch nicht alles was uns da angeboten wird. *grins* Aber es gibt auch viele gute Sachen, hier in Korea. Und die Koreaner selbst sind sehr stolz auf ihre Kulinarik.
      Ja, leider ist es nun schon weniger als eine Woche bis wir wieder zurück müssen. So wirklich freuen tun wir uns aber darauf nicht.
      Liebe Grüße, Andreas

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