Eindrucksvoller Felsenwanderweg am Songdo Beach

SongdoBeach_Busan2018-088Da Busan am Meer liegt, gibt es hier mehrere sehenswerte Strände. Am unserem letzten Tag in Südkoreas zweitgrößter Stadt sind wir zum Songdo Beach gefahren. 
 

Übereifrige Koreaner

Da nun die Chuseok-Feiertage vorbei sind, ist in den öffentlichen Verkehrsmitteln wieder viel weniger los. Deshalb haben uns in der U-Bahn zwei einheimische Frauen unbedingt dazu bewegen wollen, dass wir die freien Sitzplätze nutzen. Wir haben dankend abgewunken. Trotzdem hat sich eine umgesetzt, damit wir sogar nebeneinander sitzen könnten. Offenbar ist es für die älteren Damen nicht nachvollziehbar, warum man freiwillig in der U-Bahn stehen bleibt.
 

Klassischer Sandstrand

Der Songdo Beach, was so viel wie Pinien-Strand bedeutet, sieht  für mich aus, wie so ein klassischer, idealer Strand aussehen sollte. Er liegt in einer sichelförmigen Bucht und hat einen Sandstrand. Er wurde 1913 als erster offizieller Strand Koreas eröffnet und inzwischen oftmals umgestaltet und mit diversen Touristenattraktionen ausgestattet. So gibt es eine breite Uferpromenade, die wir zuerst entlanggegangen sind. Bis wir zu den felsigen Teil der Küste gekommen sind. 
 

Großartiger Felsenwanderweg

Dort führt ein Fußweg weiter, der extra für Spaziergänger oder Wanderer ausgebaut wurde. Treppauf, treppab sind wir so über die steinigen Klippen entlang gewandert. Dieser Weg entlang der Meeresküste hat uns total gut gefallen. Nur das Meeresrauschen und der Wind haben uns begleitet und sonst war es total ruhig. Bis auf ein paar wenige andere Wanderer, die wir ab und zu gesehen haben, konnten wir die meiste Zeit alleine entspannt dahin laufen und immer wieder den Blick aufs Meer genießen. 
 

Dauerbeschallung & Co

Als wir an dem Ende des Küstenweges ankamen, fing es an, kurios zu werden. Wir landeten zuerst auf einen großen Parkplatz, auf dem ein Tennisplatz war. Gleich danach gab es Luftdruckdüsen, mit denen man sich den Schmutz von Schuhen blasen kann. Ein paar Meter weiter machten wir Pause in einem Kaffeehaus und danach ging es mit der Beschallung los. Wieder irgendetwas klassisches oder Musical. Wir können uns nicht mehr genau erinnern, denn hier in Südkorea wird man fast überall beschallt. Und sogar Wanderer sind oft mit Smartphone und Lautsprecher unterwegs, und beschallen sich selbst.
 
Jedenfalls war die Beschallung noch nicht der Gipfel unserer Fassungslosigkeit. Die kam nämlich zu Tage, als wir bei der Bergstation der Seilbahn ankamen, die quer über die gesamte Bucht führt. Hier sahen wir uns einem Sammelsurium an Dingen gegenüber, die in keinster Weise zusammenpassen. Während im Hintergrund noch immer die klassische Musik schallte, hörten und sahen wir gleichzeitig Dinosaurier, die sich bewegten und dabei brüllten. Daneben stand ein Klavier und eine Bank für kleine Prinzessinnen. Nicht weit davon entfernt hockte ein Pandabär neben dem zwei Weihnachtsmützen lagen. Seitlich davon eine von Künstlern gestalteter phantasievoller Drache. Dann gab es noch gelbe Schnecken in verschiedenen Größen und eine Uhr, deren Zeit zurück geht. Wir haben einfach nicht verstanden, wie das alles zusammen passt. 
 
Von der Dachterrasse der Seilbahn hatten wir einen großartigen Ausblick auf die Bucht und aufs Meer. Doch damit war die Funktion der Dachterrasse noch nicht erfüllt. Auch dort gab es einige touristische Attraktionen. Angefangen von bunten Figuren, die für Fotos und Selfies herhielten, gab es auch noch die Messagebottle und die Moment Capsules. Die PR-Texte verrieten leider nicht genau, was es sein soll. Aber es scheint so, dass man dort Momente schriftlich festhalten und in einer Kapsel verschlossen in eine durchsichtige Box einwerfen kann. Ob man sie wieder heraus bekommt oder nicht, haben wir nicht herausgefunden. 
 

Skywalk

Nach diesem ganzen Kuriositätenkabinett sind wir mit der Glasbodengondel über die Bucht gefahren. Das Vergnügen dauerte aber nur kurze 9 Minuten. Danach sind wir noch über den Sky Walk gegangen. Quasi eine Fußgängerbrücke, die in geschwungener Form übers Meer führt. In der Mitte des Brückenbodens gab es immer wieder Glaseinsätze, durch die man aufs Wasser sehen sollte. Das funktionierte aber nur schlecht, da die meisten Gläser schon ganz matt waren. Besser ging das bei den Metallgittereinsätzen. Sicherlich eine nette Idee. Aber in keinster Weise mit dem wirklich tollen Felsenwanderweg zu vergleichen.
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3 Responses so far.

  1. Doris sagt:

    Ist ja skurril!!! Ich konnte schon mit Alice im Wunderland nichts anfangen und das kommt mir auch so vor. Der Felswanderweg schaut super aus, aber was ich nicht verstehe, ist, warum dort keiner im Meer badet. Ist das irgendwie gefährlich oder verschmutzt oder warum nutzt das keiner? Und die Dauerbeschallung würde mich wahnsinnig machen. Klingt nach Foltermethoden… …oder nach einem Tag im Grossraumbüro…
    Wohin geht’s als Nächstes? Bin schon gespannt!
    Liebe Grüsse Doris

    • Maulwurf sagt:

      Liebe Doris!
      Auch in Südkorea hat der Herbst Einzug gehalten. Die Badesaison ist ganz eindeutig vorüber. In der Sonne ist es zwar noch sehr warm bis heiß, aber der Wind ist schon sehr kühl und heftig.
      Hinsichtlich gefährlich oder schmutzig konnten wir nichts erkennen.

      Die Beschallung ist wirklich Folter. Vor allem wenn dann auch noch Musical-Melodien losplärren.

  2. Lilly sagt:

    Schöne Aufnahmen ! Habe ich auch noch nicht gesehen, Seilbahn übers Meer ,einmal anders, statt Berg rauf Berg runter…übers Meer. Zu kalt wird das Wasser ja nicht sein zum baden oder?

    Viel Spaß bei euere weitere Tour !
    Liebe Grüße Lilly

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