Bezirkhauptstadt Trashigang ist ein Dorf

Trashigang_2019-009
Natürlich haben wir uns noch die namensgleiche Hauptstadt des Bezirks Trashigang angesehen. Als Hauptstadt kann man den beschaulichen Ort jedenfalls nicht erkennen. Doch sind hier in Ostbhutan die Orte noch viel kleiner, weil dieser Teil des Landes auch recht dünn besiedelt ist. 
 

Weihwasserschwall

Während zwei aus unserer Gruppe schon am Rückweg von Rangjung nach Trashigang auf halber Strecke aus dem Auto ausgestiegen sind, um ein Stück zu wandern, haben wir verbleibenden drei aus der Gruppe den Dzong von Trashigang angesehen. Fast hätte uns Weihwasser von oben getroffen. Denn als wir in den Innenhof betreten wollten, schütteten die Mönche gerade Wasser vom ersten Stock in den Innenhof. Unser Guide Ngawang erklärte uns, dass die Mönche abends immer das Weihwasser aus den Schalen wegleeren. Da hatten wir echt Glück, nicht nass geworden zu sein. Denn selbst wenn es heiliges Wasser ist, wollen wir bei den Temperaturen nicht von oben bis unten begossen werden. Zudem kam wie jeden Abend starker Wind und trübes wolkiges Wetter auf. In der Früh ist es immer recht schön und zu Mittag brennt die Sonne so herunter, dass Andreas sogar einen leichten Sonnenbrand aufgerissen hat.
 

Kaffee im Schanigarten

Trotzdem war es an diesem Nachmittag nicht zu kalt, um noch im örtlichen Kaffeehaus im Schanigarten Kaffee und Kuchen zu essen. Natürlich ist der Schanigarten nicht europäisch, sondern ein mit hohen Planken umzäunter Bereich wo lang gediente Plastiktische und Plastiksessel zusammenstehen. Doch gemütlich war es trotzdem. 
 

Betelnuss statt Kanibalismus

Ngawang genoss inzwischen seine Betelnuss, die ihm gerade eine Frau geschenkt hatte. Es gibt auch eine Geschichte, warum die Betelnuss in Bhutan Sinn macht: Bis ins 8. Jahrhundert gab es hier Kanibalismus. Guru Rinpoche hat dann das Betelnusskauen als Ausweg gefunden. Denn die drei Bestandteile Blatt, Nuss und Kalk symbolisieren Haut, Knochen und Gehirn. Wenn man alles kaut, dann entsteht ein roter Saft, der Blut symbolisiert. Und somit ersetzt die Bettelnuss das Menschenfressen.
 
Nach dieser beruhigenden Geschichte sind wir wieder zurück ins Hotel Druk Deothjung Resort, das genauso bunt gestaltet ist, wie fast alle Gebäude. Die Bauwerke sind hier alle total schön gestaltet, verziert und bemalt. Eigentlich ist zwischen Häusern, Hotels und Dzongs gar kein richtiger Unterschied zu sehen. So ist hier fast jedes Haus, ein besonderes Haus. 
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3 Responses so far.

  1. Otto und Edith sagt:

    Trashigang ist eine bunte Märchenstadt, wunderschön, was Ihr beide alles erlebt. Wer hat den Kuchen gebacken? Gute Weiterreise und alles Liebe.

    • Maulwurf sagt:

      Liebe Edith! Lieber Otto!
      Ja, Bhutan ist wirklich ein sehr fremdes und auch sehr spannendes Land. Sehr anders als bei uns. Sowohl die Menschen als auch das Land.
      Wer die Torte gebacken hat kann ich nicht sagen, aber gegessen habe auf jeden Fall ich sie. 🙂 Das war ein kleines Päuschen in einer Konditorei in bhutanischem Stil, auch ganz anders als bei uns. Aber die Torte war gut. 🙂
      Liebe Grüße, Andreas

  2. Lilly sagt:

    Wirklich sehr schön zum anschauen die verzierten bunten Häuser !
    Kann man sich da in Europa so gar nicht vorstellen, so ein entspanntes Leben.

    Lg Lilly und Manfred

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