Buntes Festival in Paro

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Das Paro Tshechu Festival ist eines der größten Festivals in Bhutan. Es dauert fünf Tage, die damit lokale Feiertage sind und an denen alle Schulen und öffentliche Stellen geschlossen sind. Und es endet immer an einem Vollmondtag. Wir waren am vierten Tag des Festivals da.

Ausweichquartier Wiese

Normalerweise finden Festivals immer im jeweiligen Dzong statt. Da in Dzongs von Paro der Platz nicht ausreicht, wird nur der erste Tag im Dzong gefeiert und die weiteren Tage findet das Festival am Gelände neben dem Dzong statt.

Festliche Gewänder

Beim Festival tragen alle Bhutaner ihre schönsten und besten traditionellen Gewänder. Bei den Frauen ist es die Kira, quasi ein bodenlanges Kleid, das noch mit einer kurzen Jacke und oft einer bunten, auffälligen Kette sowie High Heels kombiniert wird. Für Männer ist es der Gho. Eigentlich auch ein bodenlanges Stoffstück, dass allerdings mit einem Gürten zusammengebunden und so weit hinauf gezogen wird, dass es nur mehr bis übers Knie reicht. Der Clou ist dabei, dass im Oberteil alles verstaut werden kann, was ein Mann so braucht. Neben dem Smartphone hat viel mehr Platz, als in jeder Frauenhandtasche.

Bunte Vielfalt

Das schöne für uns ausländische Besucher ist, dass alles so bunt ist. Die edlen Stoffe, die großen Ketten und sogar die Picknicktaschen sind ein großartiges Farbenspiel. Nur manchmal ist das Bild nicht so harmonisch, nämlich beim Schuhwerk. Vor allem Kinder und Jugendliche tragen sehr oft Turnschuhe oder andere moderne Schuhe, die nicht nur vom Stil her, sondern auch von den Farben her meist nicht passen. Doch das trübt das hübsche, bunte Bild keinesfalls.

In der Mitte des Geländes finden die Tänze statt, die wir aufgrund der unsagbar vielen Zuschauer kaum gesehen haben. Da wir die Geschichten dahinter gar nicht kennen, war für uns das Beobachten der Festivalsbesucher sowieso viel interessanter.

Beste Festivalorganisation

Beeindruckt waren wir auch von der Organisation. Es gab nicht nur ein hübsches, buntes Erste Hilfe-Zelt, sondern auch ein eigenes Zelt für Touristen, falls sie Hilfe benötigen. Und ebenso großartig war die Sauberkeit. Obwohl beim Festival in Paro sicher etliche hundert Leute waren, war es am gesamten Gelände ziemlich sauber. Einerseits werden die Bhutaner schon in der Schule zur Sauberkeit ermahnt und andererseits waren am Festivalgelände Volunteers mit Müllsäcken unterwegs, um vorhandenen Müll gleich einzusammeln.

Am Festival selbst hat sich unsere Fünfergruppe getrennt. Wir haben uns selbständig am Festivalgelände umgesehen. Unser Guide hat nur einen Treffpunkt für 13 Uhr mit uns vereinbart, wo wir uns alle wieder treffen sollten. Andreas und ich sind schon etwas früher in die Stadt gegangen, die vor allem aus einer Hauptstraße, die von Handwerksgeschäften, eigentlich Souvenierläden, gesäumt ist. Eigentlich wollten wir noch in ein Kaffeehaus gehen, doch das ging sich dann zeitlich nicht mehr vor dem Mittagessen aus. Unser Guide hat uns den Namen des Mittagslokales aufgeschrieben und wir hatten echte Mühe es zu finden.

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5 Responses so far.

  1. Lilly sagt:

    Hallo, Wahnsinn sehr große Menschenansammlung bei diesen Festival.
    Stimmt, schaut nicht so toll aus wenn die schöne Bekleidung mit Turnschuhe und mit nicht passenden Farben dazu getragen wird.
    Das Landschaftsbild schaut so toll aus, wenn die Häuser Tempel.. so in den Hügeln reingebaut sind.
    Schönes buntes Treiben.
    lg Lilly

    • Sue sagt:

      Na weißt ja eh, wie Jungendliche so sind. ;-)
      Die haben eben ihren eigenen Kopf und dann kommen so Kombis mit Festtagsgewand und Turnschuhen heraus.

  2. Doris sagt:

    Ich weiss ja nicht, ob das mit dem Festival schon in der Reiseplanung berücksichtigt wurde; falls nicht: Glück gehabt!, falls ja: super timing! Sehr fein, wenn man sowas auch erleben kann, auch wenn sich der Sinn vielleicht nicht erschliesst.
    Baldige Besserung für eure Schnupfennasen und liebe Grüsse Doris

    • Maulwurf sagt:

      Liebe Doris!

      Ja, die Reise wurde so geplant, dass man das Festival in Paro erwischt. Und das war auch einer der Gründe (aber nicht der wichtigste), warum wir uns für diese Reise entschieden haben.

      Der Sinn hat sich uns gar nicht erschlossen. Und die Tanzdarbietung – eigentlich ein Drama mit dem Titel „Das jüngste Gericht“ – also ein bisserl so wie unser Jedermann in Salzburg – erstreckt sich über viele Stunde eintönigen Tanzes mit monotoner Hintergrundbeschallung. Das muss man mögen. :-)

      Danke! Leider noch immer schnupfnasig.

      Liebe Grüße, Andreas

    • Sue sagt:

      Leider waren so viele Menschen beim Festival, dass wir kaum etwas gesehen haben. Denn wenn man ordentlich sieht, klingt das mit der Musik sicher auch besser.

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