Dzong von Paro fungierte als Filmkulisse

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Nach nur einer Nacht in der Hauptstadt Thimphu packten wir abermals unsere Koffer. Leider war heute sowohl bei Andreas als auch bei mir die Verkühlung noch stärker als am Vortag. Und inzwischen schnupfen auch unser Guide und unser Fahrer ein bisschen herum.
 

Hunde vertreiben Dämonen

Die Nacht und der Morgen in Thimphu waren von intensivem Hundegebell durchzogen. Das ist allerdings nicht der einzige Ort, wo wir die Hunde vor allem in der Nacht bellen und manchmal auch jaulen hören. Deshalb verwende ich Ohropax. Trotzdem haben wir hinterfragt, ob und warum das die Bhutaner nicht stört. Die Erklärung ist ziemlich einfach: Die Hunde bellen, um Dämonen fern zu halten und daher sind die Einheimischen über die bellenden Hunde sogar sehr glücklich.
 
Von Thimphu nach Paro waren wir nur eine Stunde unterwegs. Die beiden Städte sind quasi die Touristenhotspots. Nach der angenehm kurzen Fahrt auf einer guten Straße bei trockenem Wetter freuten wir uns auf unser nächstes Ziel. Und waren froh, dass der Regen der Nacht vorbei war. Allerdings ist es in dieser Region viel kälter, als wir es bisher in Bhutan hatten. Gleichzeitig zeigt sich schon der Frühling mit sprießenden Blüten und Blättern.
 

Der Dzong

In Paro besichtigten wir zuerst den örtlichen Dzong, von dem aus man nicht nur einen wunderschönen Blick ins Paro-Tal hat, sondern auch die Residenz des Königs sieht, die er bewohnt, wenn er in Paro weilt. Der Innenhof des Dzong war festlich geschmückt, denn hier sollte eigentlich das Paro-Festival stattfinden. Üblicherweise finden die Festivals jedes Bezirks immer am Festplatz des entsprechend Dzong statt. Allerdings kommen zum Festival in Paro so viele Leute, dass nur der erste Tag im Hof des Dzong veranstaltet wird und die weiteren vier Tage am anschließenden Gelände. 
 

Drehort für Little Buddha

Der Dzong von Paro hat auch schon als Filmkulisse her gehalten, und zwar für Little Buddha, bei dem Bernardo Bertolucci Regie führte. 
 

Heimlich geraucht

Und noch eine kleine Geschichte aus dem Dzong. Wir waren dort auf der Toilette und ich war total überrascht, dass eine alte Dame, die vor mir dran war, offenbar heimlich in der Toilette geraucht hat. Dazu muss man wissen, dass Zigaretten und das Rauchen in Bhutan per Strafe verboten sind. Alkohol und Betelnuss hingegen nicht. 
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2 Responses so far.

  1. Lilly sagt:

    wow, schöne Landschaftsbilder !
    Dass das Rauchen verboten ist, finde ich super, somit ist überall wo man hingeht Rauchfrei! Auch für die Menschen diese gerne rauchen würden, rauchen dann nichts wenn sie in der Öffentlichkeit nicht rauchen dürfen, gut für die Gesundheit gg
    lg Lilly

    • Maulwurf sagt:

      Das ist aber leider trotzdem nur eine Halbe Sache, denn Alkohol und Betelnuss sind nicht verboten und dadurch entsprechend beliebt.

      Das „Rauchfrei“ gilt wohl für Zigarettenrauch, aber die zahllosen Holzöfen und die Feuer auf den Feldern produzieren gar nicht wenig Rauch. 🙂

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