Tigernest Fotoshooting

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Die touristische Hauptattraktion, das Tigernest oder Taktshang, stand für den letzten Tag in Bhutan am Plan. Wir wussten bereits, dass die 800 Höhenmeter, auch aufgrund der hohen Lage, eine beachtliche Herausforderung sind. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass wir nach fast zwei Wochen in Bhutan durch mehrere kleine Wanderungen schon etwas Kondition zur Bewältigung des Aufstieges zum Tigernest in Paro hätten.
 

Zu krank zum Bergsteigen

Aber leider sind Andreas und ich noch immer so stark verkühlt, dass wir uns gegen die Erklimmung des Tigernests entschieden haben. Wir wollen unsere kranken Körper nicht überfordern und hätten auch keine Freude mit der gesamten Wanderung auf 3.120 Höhenmeter.
 

Großartiges Bauwerk

Allerdings sind wir zum Ausgangspunkt der Wanderung mitgefahren und sind die ersten 500 Meter des Weges mitgegangen. So konnten wir doch einen Blick auf das hoch oben in den Felsen gebaute Kloster werfen, das gerade von den Wolken freigegeben wurde. Ein faszinierender Anblick eines außergewöhnlichen Bauwerks. Bewundernswert, wie man in so einer Höhe an einem Felsvorsprung ein Kloster bauen kann.
 
Ich weiß auch nicht, wie es mir ohne Verkühlung mit dem Aufstieg gegangen wäre. Denn bis etwas zur Hälfte des Weges, wo es eine Cafeteria gibt, bringen auch Pferde Touristen hinauf. Und mit meiner Allergie gegen Pferdehaare wäre es mir auf diesem Weg vielleicht genauso schlecht wie in Inwa ergangen.
 

Gebetsfahnen im Wind

Jedenfalls gingen wir den ersten, relativ flachen Teil des Tigernest-Weges, bis wir zu drei Gebetsmühlen, die durch einen Fluss angetrieben wurden, kamen. An diesem Wendepunkt, konnten wir, wie an vielen anderen Orten in Bhutan, zahlreiche Gebetsfahnen hängen sehen. Die Gebetsfahnen findet man in Bhutan überall. Bei Gebetsmühlen, besonders oft bei Brücken, Stupas, Kurven, auf Pässen oder auch zwischen Bäumen, an Zäunen oder Hütten. Auf den Gebetsfahnen sind Mantras aufgedruckt, die mit dem Wind in die Welt getragen werden. Sie haben immer fünf verschiedene Farben, wobei blau für den Himmel, weiß für Wasser, gelb für Erde, grün für Vegetation oder Wind und rot für Feuer steht. 
 
Immer wieder sind uns auch ganze Felder von weißen, sehr schmalen und gleichzeitig extrem hohen Fahnen, die an Masten angebracht sind. Diese werden aufgestellt, wenn jemand stirbt. Und zwar immer 108 Stück Fahnen auf 108 Bambusstangen. Sie bleiben, genauso wie die bunten Gebetsfahnen, so lange Wind und Wetter ausgesetzt, bis sie sich von selbst auflösen.
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3 Responses so far.

  1. Lilly sagt:

    Hallo, ah deshalb sieht man überall die Fahnen hängen. Das ist eine beträchtliche Anzahl von Fahnen wenn einer stirbt, Wahnsinn !
    Also das sind gigantisch schöne Fotos, das Kloster am Felsen , schaut sehr toll aus !
    War sicher die bessere Entscheidung dass ihr mit der Verkühlung nicht die Wanderung bis oben mit gemacht habts. Ist ja ohne Verkühlung sicher schon sehr anstrengend in diese Höhenlage zu wandern.
    lg Lilly

    • Sue sagt:

      Mir gefällt das mit den Fahnen voll gut. Muss wohl in Nepal ähnlich sein.

      Ja, leider habe ich sowieso viel zu wenig Kondition. Vielleicht sollte ich mir an euch ein Beispiel nehmen und öfter walken gehen. 😉

  2. LILLY sagt:

    Wir gehen auch nur im flachen Bereich walken, wenn es steil bergauf und bergab geht, ist unsere Kondi auch unterm Sand…gg, das merke ich auch beim wandern in den Bergen.

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