LifouNeukaledonien

Endlich eine Karre

Am Freitag hat mich dann doch Bella, nachdem sie noch einen Liter Motoröl ins Auto einfüllte, in die „Stadt“ mitgenommen, weil sie sowieso zum Markt musste. Der Markt ist recht eigentümlich. Auf den gemauerten Tischen liegen nur ein paar Wurzeln und grüne Blätter herum. Viele Flächen sind überhaupt frei. Das schaut so aus, als würde er schon am Zusperren sein. Ist er aber nicht. Das was am besten geht ist Bingo. Nicht nur hier Wé, sondern in ganz Neukaledonien lieben es die Menschen Bingo zu spielen. Hier ist es natürlich kein Wunder. Mitten im Nichts muss man sich ja irgendwie die Zeit vertreiben.

Jedenfalls setzte mich Bella bei der Touristeninformation ab. Das war eine Hütte mit zwei Räumen. Irgendwie habe ich es geschafft, dass mir die Angestellte nicht nur die Telefonnummern der beiden relevanten Mietwagenfirmen gibt, sondern für mich dort anruft und nachfragt, ob sie ein Auto für mich haben. Und sie hat den Typen auch gleich gebeten, dass er zur Infostelle kommt, weil es bis dahin zirka 20 Minuten Fußmarsch wäre. Bis dahin lief alles sehr gut.

Doch der Typ, der mir das Auto brachte war recht ruppig. Außerdem hatte ich das Gefühl, dass er mir eine recht hohe Miete abnahm. Wobei wirklich überprüfen kann ich es nicht. Als ich wegen dem Preis handeln wollte, hat er sofort gefragt, ob ich jetzt das Auto möchte oder nicht, sonst fährt er wieder. Also habe ich es genommen. Aber nur für 2 als Tage, eigentlich wollte ich 3 Tage mieten. Wahrscheinlich war auch sichtbar, dass ich unbedingt ein Auto haben will. Ich gehe davon aus, dass ich einen ziemlichen Knebelvertrag unterschrieben habe. Ich hatte keine Zeit die AGBs zu lesen. Zumal ich eh kein Wort verstanden hätte. Aber ohne meine Unterschrift, hätte es keinen Wagen gegeben.

Auf jeden Fall konnte ich mich jetzt endlich ein bisschen fortbewegen.

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