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Hongkong-Debüt in Wan Chai

„Wie lange dauert der Flug nach Hongkong?“, zählt zu den ersten Fragen. Unserer dauerte 14 Stunden. Wir sind mit KLM 2 Stunden nach Amsterdam geflogen, hatten dort 1 Stunde Zeit zum Umsteigen und dann verbrachten wir 11 Stunden im Flieger nach Hongkong. Insgesamt waren es kurzweilige Flüge mit wenigen Herausforderungen.
 
Im ersten Flieger hatte ein 150 Kilo-Koloss neben mir Platz genommen und mir damit viel Platz weggenommen. Zum Glück hat ihm die Flugbegleiterin gleich nach dem Start einen anderen freien Platz gegeben. So konnte ich bald wieder auf- und durchatmen. Wir sind dann auch 20 Minuten früher gelandet und so war das Umsteigen recht gemütlich. Der Flieger nach Hongkong war bis auf den letzten Platz voll. Doch es war ein Segen, dass rund um uns nur zarte, platzsparende Asiatinnen saßen. Also konnten wir den Flug einigermaßen angenehm verbringen.

Octopus-Karte

Als erstes muss man sich in Hongkong eine Octopus-Karte kaufen. Sie ist eine aufladbare Chipkarte, die für alle öffentlichen Verkehrsmittel aber auch in zahlreichen Geschäften und Restaurants zum Bezahlen verwendet wird. Andreas hat sich noch ein SIM-Karte fürs Tablet gekauft, um sicheres Internet nutzen zu können. Ich brauche keine, weil ich ja hemmungslos jedes auffindbare sichere oder – wie Skeptiker behaupten – angeblich unsichere WiFi verwende.
Mit dem obligatorischen Airport Express erreichten wir in 25 Minuten das Zentrum Hong Kong Station, von wo wir mit einem Hotel-Rund-Bus nach 10 Minuten in unserem Hotel landeten.

Übersichtlich & schwül

Spannend sind immer die ersten Eindrücke an einem neuen Ort. Als Erstes ist uns bereits am Flughafen aufgefallen, dass hier alles sehr kompakt, übersichtlich, gut beschildert und recht leicht zu finden ist.
Die nächste Erfahrung war schon nicht mehr so eindeutig. Für mich waren die rund 25 Grad mit gefühlten 90 % Luftfeuchtigkeit sehr angenehm. Doch Andreas läuft quasi mit einem Wasserfilm auf der Haut herum. Typisch Mann, findet er das Klima hier etwas zu schwül 😉

Wan Chai

Am späten Nachmittag erkundeten wir die fußläufige Gegend unseres Hotel. Für asiatische Verhältnisse ist es hier recht sauber. Und für mich noch relevanter ist der Geruchsfaktor. Hier passt er auf jeden Fall.
 
Spannend und interessant sind die starken Kontraste der Stadt. Alte, klapprige Straßenbahnen versus Angeber-Automarken wie Rolls Royce. Verspiegelte Hochglanz-Glasfassaden Skyscraper versus baufälligen, winzigen Altbauten, die zur damaligen Zeit auch einmal Hochhäuser waren. Marmor-Hotelportale versus 1 Meter breiten Minigässchen mit Müllkippenflair.
Diese kontrastreiche Mischung resultiert daraus, dass die Stadt innerhalb kürzester Zeit zu einer Wirtschafts- und Finanzmetropole herangewachsen ist, gleichzeitig die Einwohnerzahlen explodiert sind und extrem wenig Fläche vorhanden ist, wo alles untergebracht werden muss. Ich mag dieses interessante Potpourri auf jeden Fall.
 
Heute waren alle Parks und Grünflächen voll mit Gruppen von Philippinen. Der Grund. Unzählige philippinischen Frauen arbeiten hier als Hausmädchen. Da sie alle am Sonntag frei haben, treffen sie sich um ihre Freizeit gemeinsam, gemütlich zu verbringen.
 
Mit einem gemütlichen chinesischen Essen haben wir unseren ersten Tag in Hongkong ausklingen lassen.
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