Inle SeeMyanmarYangon

Vom Inle See in die ehemalige Hauptstadt Yangon

Nach drei erlebnisreichen Tagen am Inle See hat uns unsere Vermieterin nicht nur herzlich verabschiedet, sondern auch ein Geschenk, nämlich eine Heft aus selbstgemachten Papier, mitgegeben. Mit den Taxi ging es jetzt von Nyaung Shwe ins 30 km entfernte Heho um von dort nach Yangon weiterzufliegen. 
 

Chaotische Abflughalle

Diesmal war der putzige kleine Flughafen von Heho quasi überfüllt. Die Abflughalle hatten wir vor ein paar Tagen gar nicht bemerkt. Jedenfalls war voller Betrieb an diesem Sonntag. Die herunter gekommene Abflughalle, wo sogar Wasser aus einer Lampe tropfte, war fast nur mit Touristen voll. Diesmal sind wir mit einer anderen Fluglinie, nämlich Myanmar National Airlines geflogen und da wurde das Gewicht der Koffer schon kontrolliert. Diesmal mussten wir für die 8 Kilogramm Übergepäck kulanterweise nur 5 Kilogramm bezahlen. Aber dann war auch schon alles gut. 
 
Kurios war allerdings, dass jeder von seiner Airline einen Aufkleber auf sein Hemd oder T-Shirt aufgeklebt bekam. Obwohl wir in diesem Fall sogar ausgedruckte Boardkarten erhielten. Die Flüge selbst wurden dann mit Tafeln aufgerufen oder mit unverständlich geplärrten Aufrufen. Irgendwie war alles total chaotisch am Flughafen Heho.
 

In Yangon gelandet

Der Flug war unspektakulär und eine Stunde später landeten wir bereits in der ehemaligen Hauptstadt Yangon. Obwohl ein internationaler Flughafen, ist er dennoch überschaubar und 10 Minuten nach der Landung hatten wir auch schon unsere Koffer in der Hand und einen Taxifahrer an unserer Seite. Er hat uns in der Ankunftshalle angesprochen, doch bei seinem Auto stellte sich heraus, dass er gar kein Taxischild hatte. Er erklärte uns, dass er eben ein „private taxi“ ist. So einfach macht man sich selbst einen Job.
 

Dichter Verkehr

Die Fahrt vom Flughafen in die Stadt von Yangon dauert je nach Verkehr zwischen 45 und 60 Minuten. Und es ist hier unglaublich viel Verkehr. Denn es dürfen in Yangon seit 2003 keine Mopeds oder Motorräder mehr fahren. Da es auch keine U-Bahn gibt, sind bis auf wenige Radfahrer nur vierrädrige Gefährte unterwegs. Bei der Fahrt hatten wir deshalb Gelegenheit schon einmal die Stadt ein bisschen kennen zu lernen.
 
Was auffällt, sind die krassen Gegensätze. Es stehen immer wieder einmal total schöne Neubauten herum, aber auf weiten Strecken sieht man alte Häuser, die nicht in Schuss gehalten, verfallen und schon schwarze Patina angesetzt haben. Dann kamen wir wieder an tollen Gartenanlagen vorbei und überall sieht man goldene Pagodenspitzen. 
 

Im Hotel

In unserem Hotel Rose Garden angekommen freuten wir uns über unser Zimmer im 4. Stock, von dem wir direkt auf die berühmte Shwedagon Pagode sehen können. Sogar vom Bett aus, wo wir einen Blick auf die toll beleuchtete Pagode haben. Zum Eingewöhnen an das nun wieder viel wärmere bzw. heiße Wetter, haben wir zu allererst den Pool in unserem Hotel genossen bevor wir uns ein Restaurant fürs Abendessen gesucht haben. 
 
Am Heimweg hat sich Andreas leider das Schienbein verletzt, weil er versehentlich in ein Loch gestiegen ist. Denn die Gehsteige, Randsteine oder Kanalabdeckungen sind hier oft sehr wackelig oder gar nicht vorhanden und im Dunklen leicht zu übersehen. Dieser Unfall hat uns später noch Bekanntschaft mit einem Spital machen lassen.
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Ein Gedanke zu „Vom Inle See in die ehemalige Hauptstadt Yangon

  1. …und ich habe noch prophezeit: Am Sonntag Vormittag fliegt doch keiner von Heho nach Yangon. Der Flughafen wird völlig leer sein.
    Irgendwie hab‘ ich mich da geirrt.

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