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Rund um Lovina – Mopedtour im Nebel

Heute habe ich mir in Lovina ein Moped ausgeborgt, um die Gegend zu erkunden. Und weil die Frage schon aufgetaucht ist. Nein, ich bin nicht in voller Montur bzw. Schutzausrüstung unterwegs. Ich nehme da sowieso immer die Haltung der Mopedfahrer aller Länder in SO-Asien ein. Einfach aufsitzen und losfahren.

Moped ist alles

Die Einheimischen nehmen dann natürlich auch oft noch mehr als eine Begleitperson mit. Und Frauen im Rocken sitzen schon mal im Damensitz hinten oben. Und neben Personen kann man natürlich auch viele Dinge des täglichen Lebens am Moped transportieren. Selbst wenn es einige Lagen Eierkartons mit Eiern sind. Falls es die Ängstlichen, Schwarzseher, Pessimisten usw. beruhigt, ich hatte natürlich einen Helm auf Wobei der mit Sicherheit nichts zu tun hat. Nicht nur 3 Nummern zu groß, sicher auch nicht TÜV oder ähnliches geprüft. Und ich trage ihn ja nicht wegen der Sicherheit, sondern weil man es in diesen Ländern dann einfach hat, falls man von einem Polizisten aufgehalten wird. Sonst muss man ja als Tourist dann für „Fahren ohne Helm“ zahlen, auch wenn alle anderen keinen tragen.

Einzige buddistische Kloster von Bali

20 Minuten nach der Einweisung – bei der die Hupe an erster Stelle stand 😉 – und dem Tanken war ich dann schon beim Brahma Vihara Arama. Das ist das einzige buddhistische Kloster auf Bali. Ein echter Leckerbissen. Als ich las, dass die Anlage erst in den 70iger-Jahren erichtet wurde, dachte ich an ein modernes Gebilde. Doch wenn ich nicht gewusst hätte, wie jung das Kloster ist, hätte ich vom Stil her auch auf ein historisches Bauwerk getippt. Ich konnte sogar einen Maurer beobachten, der gerade eine neue Säule bastelte. Der oberste Teil erinnert dann vom Stil her an den Borobodur.

Nach der ausführlichen Besichtigung des Klosters bin ich weiter durch die Berge gefahren. Ein paar Orte als Anhaltspunkte hatte ich und dazwischen fragte ich immer nach dem Weg. Sehr, sehr, sehr hilfsbereit und auskunftsfreudig die Balinesen. Allerdings war ich dann irgendwann ein Spur skeptisch, weil jedes Mal sollte ich gerade weitere fahren. Also habe ich mein Smartphone gezückt und die Annehmlichkeiten von Maps zum ersten Mal erfahren. Auch wenn Teile hier noch recht unscharf fotografiert und daher nicht im Detail erkennbar sind, wusste ich auf jeden Fall, dass ich am richtigen Weg war.

Schöne Strecke

Insgesamt war die Strecke, mit extrem vielen Serpentinen, von wunderschöner grüner Natur und viele Reisfeldern gesäumt. Im Übrigen wäre das auch eine geile Motorradstrecke gewesen. Nach einem Imbiss mit herrlicher Aussicht im kleinen Ort Munduk (700 m) kam ich noch an zwei Seen – Danau Buyan und Danau Tamblingan vorbei, auf die es eine schöne Aussicht gab. Danach war es dann mit der Sicht vorbei und ich tauchte in die volle Nebelsuppe für gute 45 Minuten ein. Echt ein eigenartiges Gefühl. Denn der dichte Nebel in dieser Intensität geht in Österreich immer mit entsprechend niedrigen Temperaturen einher. Aber hier war es nur kühler. Regenjacke an und schon war mir wieder warm. Und als ich aus den Bergen wieder Richtung Meer kam war dann auch der Nebel weg und ich konnte wieder meine Sonnenbrille aufsetzen :-))
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