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Wir sind im Paradies

Auf Bali ist es einfacher und kostengleich sowie zeitgünstiger für Touristen konzipierte und organisierte Transportmöglichkeiten in Anspruch zu nehmen. So ging es am Samstag für Anissa und mich zwar bereits um 7 Uhr, dafür sehr entspannt – weil genug Platz für Gepäck und Reisende – mit dem Bus nach Padang Bai und von dort mit dem Speedboot weiter zu den Gili-Inseln. Wir hatten Glück und haben bei der Fahrt auf die Insel sogar Delfine gesehen :-))))

Bekannte und unbekannte Leute

Als wir in Gili Air vom Boot, ohne Schuhe durch Wasser, an Land gingen trafen wir gleich ein englisches Pärchen, das wir aus Ubud kennen, wieder. Ich finde es immer wieder sehr überraschend, dass man Leute so im Niergendwo einfach wieder trifft.

 Gemeinsam mit Fernando, einem Spanier den wir am Boot kennenlernten, haben wir uns auf Unterkunftssuche gemacht. Gelandet sind wir dabei im Norden der Insel, also auf der gegenüberliegenden Seite des Hafens und der „City“, wo wir nach einem Lunch direkt am Strand gleich das Badewannen-warme blaugrüne Meer genossen und den weißen Sandstrand entlangspazierten. Fühlt sich gut an 🙂

Zentrum ohne Stadt

Abends sind wir dann in rund 30 Minuten zurück zur anderen Seite Richtung „City“ gegangen. Gefunden haben wir nicht wirklich viel. Es gibt hier eben nur ein paar Unterkünfte, Restaurants, Minishops, einige Tauchschulen und Fahrräder bzw Pferdekutschen. Keine Autos oder Mopeds. WiFi gibt es zwar, die Verbindungen sind natürlich nicht berauschend.

Und was auf der Speisekarte steht ist natürlich auch nicht verfügbar. Eh klar, es muss ja alles auf die Insel gebracht werden. Doch wenn keine Mangos, kein Seafood und Fisch sowie keine Kokosnüsse da sind, bleibt fast nur noch Reis übrig. Als wir nach 1,5 Stunden Rückweg – weil wir uns im Dunklen etwas verlaufen hatten und Männer ja nie nach dem Weg fragen wollen 😉 – im Hotel ankamen, gab es dort dann auch kein Wasser mehr. Also war Zähne putzen mit Wasser aus unseren Wasserflaschen angesagt.

Entspannter Sonntag

Den Sonntag haben wir dann ganz gemütlich gestaltet. Mit spazieren auf der Insel, mal im Strandrestaurant sitzen und was trinken, aufs Meer blicken, dank einer passablen WiFi-Verbindung auch ein paar Skype-Telefonate führen und ein bisschen plaudern.

Den Abend haben wir dann noch gemeinsam mit Fernando mit einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen und neben sehr viel Spaß auch ein paar ernste Dinge besprochen. Immer wieder hören wir, dass hier die Schule nach der Grundschule bezahlt werden muss, dass einige gar nicht zur Schule gehen, weil es finanziell nicht machbar ist und auch Frauen hier und in anderen Regionen, die wir auf unseren Reisen kennen gelernt haben, sowieso benachteiligt sind. Gerade wenn man mit diesen Dingen regelmäßig konfroniert wird, weiß man seinen Geburtsvorteil besonders zu schätzen. Und wir 3 schätzen uns besonders glücklich, weil wir auch die Möglichkeit haben, so viel von der Welt zu sehen und auch eine paradisische Insel wie diese einfach besuchen zu können. Also nicht nur ein fröhlicher, sondern auch ein besinnlicher und Abend voll Dankbarkeit ans Leben.

Paradiesisch

Und als ich heute in der Früh nach unserem Frühstück am Strand vor unserer Rückreise noch im kristallklaren Meer plantschte, war mir klar, mein Leben ist das Paradies!!!

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