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Epilog zur Antarktis-Reise

antarktis-karte

Nach einer Reise stellt sich immer die Frage, wie es war. Und nach so einer außergewöhnlichen Reise in die Antarktis stellten uns sehr viele Freunde und Bekannte die Frage: Wie war es in der Antarktis?
Die kurze Antwort: Es war genial.
Und die lange Antwort?

Unvergleichliches Erlebnis Antarktis

Es war ein ganz besonderes Erlebnis und wir sind in eine Welt eingetaucht, die wir vorher noch nie gesehen hatten oder uns vorstellen konnten. Obwohl wir schon viele Filme und YouTube-Videos vor sahen und dachten, wir würden einfach vieles wiedererkennen, war das Erlebnis, vor einem gigantisches Eisberg oder unter tausenden von Pinguinen zu stehen überwältigend und in keinem Fall mit einem Video zu vergleichen.

Die Neugier und Zutraulichkeit der Tiere und die unberührte Natur waren überraschend und beeindruckend zugleich. Die Kräfte, die uns die Natur immer wieder präsentierte, war gewaltig. 

Offline

Schlussendlich war die Welt ohne Internet eine überraschend großartige Bereicherung. Keine Verbindung per Telefon oder Internet kann ich mir sonst nicht vorstellen. Doch die fehlende Telekommunikationsverbindung ermöglichte uns eine intensivere Verbindung mit der Natur und uns selbst.

So kamen wir nicht nur mit unzähligen Erlebnissen, unvergleichlichen Erinnerungen und unendlichen vielen Fotos zurück, sondern sind gut erholt und entspannt.

Pro

Die Entscheidung für eine lange, also 20-tägige Tour und ein kleines Schiff mit 112 Passagieren, war perfekt. So lohnte sich die lange Anreise und das nicht immer für Anlandungen geeignete Wetter bot bei so vielen Tagen genug Alternativen. Die vielen Tipps für die Ausrüstung, allem voran das Zwiebelprinzip bei der Bekleidung, zahlten sich voll aus. Uns war eigentlich nie richtig kalt. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Wir waren von der Organisation sehr begeistert. Das Expeditionsteam bot uns ein abwechslungsreiches Programm und ich hatte das Gefühl, dass wir alles erleben durften, was möglich war. 

Auch kulinarisch waren wir optimal versorgt.

Contra

Viel lauter als gedacht ist es allerdings am Schiff. Wenn es nicht steht und die Motoren abgeschaltet sind, ist es wirklich laut. Der Motor und viele andere Maschinen (Entsalzungsanlage, Lüftung) machen viel Lärm. 

Die kurze letzte Anlandung und überhastete Abreise von Hannah Point sowie der letzte Tag im Beagle Kanal, an dem wir nur ankerten, hat uns nicht gefallen.

Antarktis-Massentourismus in Sicht

Man glaubt es kaum, dass sich sogar so hochpreisige Reisen wie die Antarktis in Richtung Massentourismus bewegen. Den eigentlich gilt ein hoher Preis als geeignetes Mittel gegen Massentourismus. Doch leider zeichnet sich der Trend schon ganz stark ab. Ich hoffe und wünsche mir, dass die IAATO (International Association of Antarctica Tour Operators) dem rechtzeitig Einhalt gebietet oder die Regeln so gestaltet, dass das sensible Ökosystem in der Antarktis nicht unter den Touristen leidet. 

Wir haben uns ganz bewusst für ein kleines Schiff und einen Betreiber, der am Schiff intensiv Ökologie und Nachhaltigkeit umsetzt, entschieden. Hoffentlich tun das auch die anderen Antarktis-Reisenden und lassen sich nicht von Mega-Schiffen mit Dumpingpreisen locken.

Unsere Route

Wir flogen am 5. Jänner von Wien ab und kamen am 28. Jänner wieder in unserer Heimatstadt an. An Bord der MS Sea Spirit waren wir 20 Tage, nämlich vom 8. bis 26. Jänner 2020. Die Details zu jedem Reisetag inklusive Link zum jeweiligen Bericht sowie die Karte unserer Route sollen einen Überblick schaffen. Die gefahrene Route ist natürlich nicht mit der geplanten ident, da jede Reise in der Antarktis ganz im Sinne einer Expeditionsreise an Wetter, Wind, Eis und Tierwelt individuell angepasst werden muss.

5.-6. Jänner 2020 Anreise über Frankfurt, Buenos Aires und El Calefate nach Ushuaia + Ankunft in Ushuaia
7. Jänner 2020 Ushuaia
8. Jänner 2020 Einschiffung Ushuaia
9. Jänner 2020 1. Seetag vom Beagle Kanal Richtung Malvinen
10. Jänner 2020 1. Tag Falklandinseln mit Anladung Gypsy Cove & Anlandung Standley
11. Jänner 2020 2. Seetag von den Malvinen Richtung Südgeorgien
12. Jänner 2020 3. Seetag von den Malvinen Richtung Südgeorgen mit Shag Rocks
13. Jänner 2020 1. Tag Südgeorgien mit Anlandung Prion Island & Anlandung Salisbury Plain
14. Jänner 2020 2. Tag Südgeorgien mit Anlandung Stromness & Anlandung Grytviken
15. Jänner 2020 3. Tag Südgeorgien mit Anlandung Gold Harbour & Zodiacfahrt Cooper Bay & Schifffahrt Drygalski Fjord
16.-17. Jänner 2020 4. + 5. Seetag von Südgeorgien Richtung Südshetlandinseln
18. Jänner 2020 1. Tag Südshetlandinseln mit Zodiacfahrt Point Wild & Zodiacfahrt Gibbs Island
19. Jänner 2020 1. Tag Antarktische Halbinsel mit Zodiacfahrt Kinnes Cove & Anlandung Gourdin Island
20. Jänner 2020 2. Tag Antarktische Halbinsel mit Zodiacfahrt Curtiss Bay & Anlandung Portal Point
21. Jänner 2020 3. Tag Antarktische Halbinsel mit Anlandung Gonzales Videla Station & Anlandung Cuverville Island
22. Jänner 2020 4. Tag Antarktische Halbinsel mit Schifffahrt Lemaire-Kanal & Zodiacfahrt Pleneau Island
23. Jänner 2020 5. Tag Antarktische Halbinsel mit Anlandung Neko Harbour & Zodiacfahrt Fornier Bucht
24. Jänner 2020 2. Tag Südshetlandinseln mit Anlandung Telefon Bay & Anlandung Hannah Point
25. Jänner 2020 6. Seetag von den Südshetlandinseln Richtung Beagle Kanal
26. Jänner 2020 7. Seetag Ankunft im Beagle Kanal
27.-29. Jänner 2020 Ausschiffung Ushuaia & Rückreise nach Wien mit Stopover Buenos Aires

Hier ist die Karte unserer Route

Alle Fragen, die jetzt noch offen sind, beantworten wir jederzeit gerne. Wer jetzt noch eine persönliche Erzählung möchte, kann sie natürlich sehr, sehr, sehr gerne bekommen. 

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